Martin Suter: Montecristo

monte„Montechristo“ ist der Titel des Filmes, den Jonas Brand wirklich machen will. Sein Herzblutprojekt, das von jeder Filmförderung und allen anderen finanziellen Förderern abgelehnt wurde und deswegen auf Eis liegt. In der Zwischenzeit verdient er sein Geld mit ungeliebten High-Society-Reportagen. Durch mehr Zufall als einem Krimi guttut, gerät er in eine wirklich große Story hinein. Es beginnt mit einem überfahrenen Zugreisenden, und geht weiter mit zwei Hundertfrankenscheinen, die beide echt sind und trotzdem die gleiche Seriennummer aufweisen. Brand beginnt zu recherchieren es dauert nicht lange, bis seine Wohnung durchsucht und er selber überfallen wird.

Obwohl vordergründig ein Krimiplot vorhanden ist, spielt mir für einen wirklich spannenden Wirtschaftskrimi Kommissar Zufall eine gar zu große Rolle. Aber dafür ist das Buch eine tolle Charakterstudie. Lässt sich Jonas Brand kaufen oder gewinnt er doch noch so etwas wie Prinzipien? Das ist die eigentlich spannende Frage dieses Romans und die baut Suter auch sehr gekonnt aus. Jonas wird bedroht, verführt, bleibt standhaft oder zweifelt – und im Hintergrund geht es um etwas ganz Großes.

Fazit: Nur wer einen Krimi erwartet, wird vielleicht enttäuscht sein, wer ein tolles Buch erwartet, dem kann ich „Montechristo“ empfehlen.

Martin Suter: Montecristo.
Diogenes, Februar 2015.
320 Seiten, Gebundene Ausgabe 23,90 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Regina Lindemann.

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