Marissa Meyer: Die Luna-Chroniken 02: Wie Blut so rot

mariIm zweiten Band der Luna-Chroniken hat Marissa Meyer sich Rotkäppchen vorgenommen. Scarlet lebte mir ihrer Großmutter im ländlichen Frankreich. Mehr schlecht als recht kamen sie zurecht, indem sie Obst und Gemüse anbauten und an die örtlichen Gasthäuser verkauften. Seit zwei Wochen jedoch ist Scarlets Großmutter spurlos verschwunden und Scarlet befürchtet das Schlimmste. Gerade als die offizielle Suche nach ihrer Großmutter eingestellt wird, trifft Scarlet einen Straßenkämpfer, der mehr zu wissen scheint. Er nennt sich Wolf und benimmt sich auch manchmal so, aber muss er deswegen zu den Bösen gehören?

Cinder, die Heldin aus dem ersten Band, bleibt nicht lange in dem Gefängnis, in das Imperator Kai sie gezwungenermaßen hat werfen müssen. Sehr schnell gelingt ihr die Flucht gemeinsam mit dem Charmeur Thorne, der sich noch als treuer Gefährte erweisen wird. Sie macht sich auf die Suche nach ihrer Vergangenheit und landet – im ländlichen Frankreich. Hier kreuzen sich die Wege der beiden Mädchen, die so gleich und doch so verschieden sind und eine gemeinsame Vergangenheit haben. Der Leser weiß zwar, wer die verschollene Prinzessin von Luna ist, aber die wenigsten Protagonisten wissen es und so geht die Jagd von Erd- und Mondstreitkräften auf Cinder und Scarlet immer weiter.

Auch der zweite Band konnte mich überzeugen, an dieser Stelle würde ich allen E-Book-Lesern auch die beiden Kurzgeschichten „Das mechanische Mädchen“ und „Die Armee der Königin“ empfehlen. Ich rate allerdings dazu, zuerst die Bücher und dann die Kurzgeschichten zu lesen, weil man sonst zu schnell sicher ist, wer hier zu den Guten zählt und wer nicht.

Fazit: Absolut überzeugender zweiter Band der Dystopie, der dritte nimmt sich Rapunzel vor und, wenn die Gerüchte stimmen, der vierte Schneewittchen. Es wird spannend bleiben.

Marissa Meyer: Die Luna-Chroniken 02: Wie Blut so rot.
Carlsen, Januar 2014.
512 Seiten, Gebundene Ausgabe, 19,90 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Regina Lindemann.

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