Margaret Mazzantini : Das schönste Wort der Welt

mazzDie Autorin Margaret Mazzantini ist irisch-italienischer Abstammung und in Italien auch als Schauspielerin bekannt. Ihr Buch „Das schönste Wort“ wird gerade von ihrem Ehemann, dem Regisseur Sergio Castellitto, verfilmt.

Erzählt wird die Geschichte von Gemma, die mit ihrem Mann Giuliano und ihrem halbwüchsigen Sohn Pietro in Rom lebt. Ein Anruf ihres alten Freundes Gojko aus Sarajevo reißt sie aus diesem ruhigen Leben. Zusammen mit Pietro reist sie auf Gojkos Einladung hin wieder nach Sarajevo, die Stadt, in der sie vor vielen Jahren nicht nur Gojko sondern auch ihre große Liebe, den Fotografen Diego, kennengelernt hat.

In Rückblenden erfährt der Leser von Gemmas erstem Besuch in Sarajevo, ihrer ersten Ehe in Italien, die aber scheitert und von Diego, der sie all die Zeit umwirbt und den sie schließlich heiratet. Mit ihm ist sie glücklich auch wenn ihr aufgrund von Konventionen und ihrer bürgerlichen Erziehung immer einige Zweifel bleiben. Lediglich ein Kind bleibt ihnen versagt. Gemma wird mehrmals schwanger, erleidet aber immer eine Fehlgeburt. Sie führen schließlich ein recht wohlhabendes aber sinnentleertes Leben, das sie zu ermüden beginnt . So reisen sie wieder zurück dorthin, wo sie einst glücklich waren: nach Sarajevo. Dort erleben sie den Beginn des Krieges. Aus diesem Krieg soll Gemma zwar mit Pietro, jedoch ohne Diego nach Italien zurückkehren.

Aus der Sicht Gemmas bedient sich die Autorin einer bildhaft-emotionalen Sprache, die weitgehend sehr schwermütig erscheint. Das Buch fordert ein langsames, intensives Lesen um die ebenso tiefgründigen Gemütsbewegungen der Protagonisten aufnehmen zu können.

Margaret Mazzantini : Das schönste Wort der Welt.
Dumont, August 2011.
704 Seiten, Gebundene Ausgabe, 22,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Pia Konle.

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.