Liza Marklund: Jagd

jagdAnnika Bengtzon ist erwachsen geworden. Länst ist ihre Arbeit als Journalistin beim „Abendblatt“ zur Routine geworden. Sie weiß, wie sie Bilder und Videos anlegen muss, sie hat den Text schon am Tatort fast fertig im Kopf. Aber das ist ein ganz besonderer Tatort. Der Abgeordnete Ingmar Lerberg wurde gefoltert, ehe er starb, seine Frau ist verschwunden und ausgerechnet das „Abendblatt“ hat vor nicht allzu langer Zeit seine Karriere als Politiker zur exzessive Berichterstattung jäh unterbrochen. Während alle Welt den Täter an dem Politiker sucht, lässt Annika dessen verschwundene Frau einfach keine Ruhe. Es kann doch kein Zufall sein, dass ihr Boss gerade jetzt ausgerechnet wegen eines Artikels angegriffen wird, in dem er über eine auf ganz ähnliche Weise verschwundene Frau berichtete. Aber was können diese beiden Frauen miteinander zu tun haben? Sie kannten sich nicht und es gibt auch keinerlei Schnittstellen in ihrer beider Leben.
„Jagd“ ist ein wie von Liza Marklund gewohnt rasanter Krimi, der sowohl von Annikas leben erzählt, als auch von dem Fall. Nachdem ihr Mann aus den Fängen von Terroristen im letzten Buch gerade noch gerettet wurde, hat sie sich von ihm getrennt und lebt jetzt ausgerechnet mit seinem Vorgesetzten zusammen. Die ohnehin nicht einfache Konstellation gewinnt zusätzlich an Brisanz durch die Schwierigkeiten der Patchwork-Familie, zusammenzufinden und dadurch, dass sich Annikas Ex als echtes Arschloch erweist. In diesem Roman kommt er noch nicht wirklich zum Zuge, aber es bleibt spannend, was er als nächstes aushecken wird.

Fazit: Spannend zu lesen, allerdings bleibt erstaunlich wenig aus dem Roman im Gedächtnis.

Liza Marklund: Jagd.
Ullstein, März 2015.
384 Seiten, Taschenbuch, 16,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Regina Lindemann.

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