Laura McHugh: Im Sog der Schuld

17 Jahre ist es her, dass Arden zuletzt einen Fuß in ihre Heimatstadt gesetzt hat. Damals war sie selbst noch ein Kind und ihre Zwillingsschwestern verschwanden auf mysteriöse Weise als Kleinkinder. Seitdem plagen Arden die Gedanken an die beiden Mädchen. Leben sie etwa noch? Und welche Rolle spielte sie selbst bei ihrem Verschwinden? Als Arden das alte Haus der Familie erbt, beschließt sie, dort einzuziehen und der Sache genauer auf den Grund zu gehen, auch wenn das Geschehene schon so viele Jahre zurückliegt.

„Im Sog der Schuld“ ist ein leicht zu lesender Mystery-Roman. Thriller wäre schon fast zu viel gesagt, denn wirklichen Thrill gibt es kaum. Die kleinen Mädchen waren eines Nachmittags weg und Arden versucht sich an genaue Details zu erinnern. Damals wurde ein Mann verhaftet, dessen Auto Arden am Tatort, dem elterlichen Garten, gesehen hatte. Doch hatte er wirklich etwas mit der Sache zu tun? War sie als Kind noch felsenfest davon überzeugt, ist sie sich in der Gegenwart nicht mehr so sicher. Zusammen mit einem interessierten Blogger, der sich mit mysteriösen Vermisstenfällen aus der Vergangenheit befasst, begibt sich Arden deshalb auf Spurensuche.

Auch wenn der Roman nicht durchweg vor Spannung strotzt, ist er dennoch gut zu lesen. Man möchte einfach gerne wissen, was damals passiert ist. Und Ansätze wie Theorie dazu gibt es viele. Auch Verdächtige. Dadurch ist man immer bestrebt, weiterzulesen. Die Auflösung überrascht dann auch definitiv.

„Im Sog der Schuld“ ist nun nicht der große literarische Wurf und auch kein Roman, an den man sich noch Jahre danach erinnern wird. Aber er ist solide Lektüre für Zwischendurch, nicht mehr, nicht weniger.

Laura McHugh: Im Sog der Schuld.
Limes Verlag, April 2019.
384 Seiten, Taschenbuch, 15,00 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Janine Gimbel.

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