Krystal Sutherland: Unsere verlorenen Herzen

Henry ist 17 Jahre alt und beginnt soeben sein letztes Jahr auf der Highschool. Wenn er ehrlich ist, war er noch nie verliebt. Er wartet auf die eine, richtige, wahre Liebe, die ihn von den Socken hauen wird. Dass er sie ausgerechnet in Form der jungenhaften neuen Schülerin Grace treffen würde, kann er selbst nicht glauben. Doch Grace mit ihrer Beinverletzung und ihrem Stock zieht ihn magisch an und er möchte nichts, als Zeit mit ihr verbringen. Grace hat allerdings mehr als ein Geheimnis und weiß diese gut zu verstecken und für sich zu behalten. Henry setzt alles daran, hinter die harte Schule des Mädchens zu blicken.

Selten musste ich bei einem Buch zu herzhaft lachen wie bei diesem. Es sprüht nur so vor urkomischen, fetzigen Szenen, bei denen kein Auge trocken bleibt. Und das gilt sogar für die andere Seite der Gefühle, die traurigen. „Unsere verlorenen Herzen“ bedient sowohl lustige als auch traurige Momente. Was Henrys innere Auseinandersetzung mit Grace angeht, hätte ich mir etwas mehr gewünscht, aber die vorhandenen Gedanken sind völlig OK. Immerhin ist Henry ein 17-jähriger Junge und dazu passt die Gedankenwelt.

Es ist schwer, etwas zu diesem Roman zu schreiben, ohne allzu viel zu verraten. So viel sei gesagt: Es gibt im Handlungsverlauf mehr als eine Überraschung, wenn auch die Geschichte im Großen und Ganzen einen typischen Verlauf nimmt. Krystal Sutherland erfindet das Rad nicht neu, schreibt aber so erfrischend, dass es einfach Spaß macht, diesen Roman zu lesen.

Neben den beiden Hauptfiguren – die Geschichte ist komplett aus Henrys Perspektive geschrieben und durch einige Chatverläufe aufgepeppt – tummeln sich eine Hand voll sympathischer Nebenfiguren, meist beste Freunde von Henry, in der Geschichte. Sie runden das schöne Bild ab und sorgen ihrerseits für viele humorvolle Szenen.

Ein tolles, oft überraschendes Buch!

Krystal Sutherland: Unsere verlorenen Herzen.
cbt, September 2017.
384 Seiten, Taschenbuch, 14,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Janine Gimbel.

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