Kathy Reichs: Totengeld, gelesen von Britta Steffenhagen

totDer Tod einer jungen Frau, deren Leiche an einem einsamen Highway im Straßengraben deponiert wurde, bereitet Forensikerin Tempe Brennan schlaflose Nächte. Der Teenager könnte ohne Papiere ins Land gereist sein, eine Spur, die Tempe zu dem Geschäftsmann John-Henry Story führt. Doch ihr Hauptverdächtiger starb Monate zuvor bei einem mysteriösen Brand. Und dann ist da noch der Fall eines Schmugglers, der kuriose mumifizierte Artefakte in die USA schleust. Könnte eine Verbindung zwischen dem toten Mädchen und dem lukrativen illegalen Handel bestehen?
Eine Glanzleistung ist dieser neue Roman um die Anthropologin Temperance Brennan sicher nicht. Was unter anderem auch daran liegen könnte, dass Kathy Reichs ihrer Protagonistin diesmal relativ wenig Zeit für ihre eigentliche Aufgabe, die forensische Anthropologie, zugesteht (die Szenen, in denen Tempe ihrem Beruf nachgeht, sind wie immer sehr gut beschrieben), sondern sie in diesem Fall vielmehr als polizeiliche Ermittlerin unterwegs zu sein scheint. Dazu kommt, dass der Plot (und vor allem die Zusammenführung der Handlungsstränge am Ende) arg konstruiert wirkt.
Aber dies alles schmälert mitnichten die hervorragende Leistung der Sprecherin Britta Steffenhagen. Sie ist geradezu die ideale Besetzung für die Protagonistin. So schafft sie es über 6 CDs aus dieser recht lahmen Handlung Spannung zu erzeugen, wo ich beim Lesen das Buch wahrscheinlich schon längst aus der Hand gelegt hätte. Da stört es kein bisschen, dass die Handlung der Hörbuchversion gegenüber dem Buch verkürzt ist!

Kathy Reichs: Totengeld, gelesen von Britta Steffenhagen.
Random House Audio, November 2013.
7 CDs, 14,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Nadine Roggow.

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