Kat Howard: Schatten der Magie

Im New York, wie wir es kennen, existiert eine Parallelwelt, die Unsichtbare Welt. In ihr tummeln sich einige Magier, die ein kompliziertes Machtsystem zwischen sich aufrechterhalten. Etwa alle 20 Jahre kämpfen sie mit magischen Duellen um die Vorherrschaft über die Unsichtbare Welt. Diesmal hat auch die junge Frau Sydney einen Weg ins Duell gefunden und ihre Beweggründe sind nicht nur positiv. Ein Sieg von Sydney könnte die komplette Unsichtbare Welt in Erschütterungen versetzen. Keiner ahnt, dass Sydney im gefährlichen Haus der Schatten groß geworden ist.

Wer bei Kat Howard eine Geschichte à la Harry Potter erwartet, wird definitiv enttäuscht sein. „Schatten der Magie“ ist eine Art politisch angehauchtes Buch über Magie. Die Magier leben in der so genannten Unsichtbaren Welt, verborgen vor den Augen der normal sterblichen Menschen. Soweit die Gemeinsamkeit mit Harry Potter. Das war’s dann aber auch fast schon. Einen klassischen Bösewicht gibt es auch. Das Haus der Schatten wurde einst von einem der renommierten Magier ins Leben gerufen, ist seitdem aber verpönt und wird für alles Schlechte in der magischen Welt verantwortlich gemacht. Sydney ist im Haus der Schatten aufgewachsen und kennt nichts anderes. Doch als junge Frau schafft sie es, den dunklen Klauen zu entkommen. Die Unsichtbare Welt hat zudem eine Art Anführer, der Gesetze entscheidet und Richtungen vorgibt. Dieser Anführer wechselt etwa alle 20 Jahre in einem Turnier, das mit Magie entschieden wird. Eben ein solches Turnier steht bei „Schatten der Magie“ überraschend an, denn das letzte ist erst 13 Jahre her. Sydney wittert ihre Chance und heuert bei einem neuen Magier als Duellantin an. Dies kann ihren Tod bedeuten, denn im späteren Verlauf des Turniers werden die Kämpfe mitunter tödlich, es kann ihr aber auch viel Macht verleihen.

Kat Howards Roman ist gut, aber manchmal auch etwas langweilig. Politische Ränkespiele würde erstmal niemand in einem Magie-Roman erwarten. Genau das bekommt man aber zu Genüge. Die Geschichte um das Haus der Schatten ist aber so interessant aufgezogen, dass man dann doch gerne wissen möchte, zu welchem Zweck es gegründet wurde, was dahintersteckt und wie alles miteinander verflochten ist. Die Auflösungen all dieser Fragen ist dann trotz allem gut umgesetzt. „Schatten der Magie“ ist ein Roman für die Leser, die nicht nur Action fordern und sich auch mit Themen etwas tiefer auseinandersetzen wollen.

Nicht grandios, aber gut. Diese Autorin kann man im Blick behalten.

Kat Howard: Schatten der Magie.
Arctis Verlag, März 2018.
320 Seiten, Gebundene Ausgabe, 18,00 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Janine Gimbel.

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