Karen Duve: Fräulein Nettes kurzer Sommer

Ich mag Bücher von Karen Duve und ich mag historische Romane. Anhand von „Fräulein Nettes kurzer Sommer“ habe ich allerdings gelernt, dass ich die Kombination aus beiden nicht mag. Annette von Droste-Hülshoff als Protagonistin hat nur genervt und zwar nicht nur ihre Umwelt, sondern auch mich. Der Spiegel der Zeit ist Karen Duve gut gelungen, aber als Roman vermag das Buch nicht zu packen. Die Intrige um Annettes Ehe geht fast unter in den vielen Hä?-Erlebnissen, die man während dieses Romans als Leser hat. Das Handeln der Männer bleibt – auch unter dem Aspekt der anderen Zeit – zum Teil völlig rätselhaft. Ich habe den Roman immer wieder angefangen und wieder weggelegt und fast ein Jahr bis zum Ende gebraucht. Außer „es hat mich überhaupt nicht gepackt“, kann ich auch nicht viel herumkritteln, ich kann an nichts festmachen, was mich eigentlich so gestört hat. Darum greife ich auf die Aussage zurück: Roman und Leserin haben irgendwie nicht zusammen gepasst.

Karen Duve: Fräulein Nettes kurzer Sommer.
Galiani-Berlin, September 2018.
592 Seiten, Gebundene Ausgabe, 25,00 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Regina Lindemann.

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