Jürgen von der Lippe: Beim Dehnen singe ich Balladen

lippeJa, ich gestehe: Letztens habe ich meinen Yoga-Kurs sausen lassen.
Und warum?
Weil ich meine Fenster putzen wollte.
An einem Regentag.
Na ja, und dann war da noch der Wäscheberg und der Staubsauger stand rum. So kam eines zum anderen. Verrückte Welt.

Apropos Sportlichkeit: Jürgen von der Lippe hat ein albernes Buch geschrieben. „Beim Dehnen singe ich Balladen“. Und wer schon immer wissen wollte, wie man eine hundertprozentige Kündigung verhindert, wie man an einer Bar sein Recht auf Nüsschen verteidigt (und Prostituierte entlarvt) und warum man einen telefonischen Mord-Auftrag lieber nicht leichtfertig annehmen sollte, ist hier genau richtig.

„Ich glaube, du bist ein paarmal zu oft zu schnell aufgetaucht, davon kriegt man doch einen Dachschaden, habe ich gelesen.“

Das unglaublich komisch-böse, lustig-freche Buch umfasst Geschichten und Glossen, die so kurzweilig wie blitzgescheit sind. Ich sage nur: Der Jürgen ist zurück!

Unbedingt lesen. Beim Dehnen. Beim Bügeln. Beim Steppen. Beim Friseur. Unter der Dusche vielleicht nicht. Rein technisch ist das schwierig …

Jürgen von der Lippe: Beim Dehnen singe ich Balladen.
Knaus, Januar 2015.
224 Seiten, Gebundene Ausgabe, 14,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Annett Bergk.

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