Jürgen Klahn: Bio-Tod: Ein Hygge-Krimi

Gerade als Kommissar Jens Peter Jensen mit seiner Wochenendbeziehung Grete in eine Urlaubswoche starten will, erreicht die Meldung von einem Mord das Kommissariat.  Die resolute Umweltaktivistin Britta Gronbaek wurde in ihrem Haus ermordet.

Obwohl eigentlich schon in Urlaub, kann es Jensen dennoch nicht lassen, am Tatort vorbeizuschauen. Zu gerne wäre er gerne bei den Ermittlungen dabei, aber Grete ist inzwischen ankommen und erwartet ihn. Glücklicherweise teilt sie seine kriminalistische Leidenschaft mit ihm. Wie mit einer Lupe betrachtet der Autor die Verdächtigen, die Jensen und seine Grete ins Fadenkreuz nehmen. Denn natürlich können sie nicht untätig bei der Aufklärung eines Mordes zusehen, sondern beteiligen sich tatkräftig am Geschehen.

Hat der Schweinezüchter Vendelbo Britta Gronbaek ermordet? Grund dazu hätte er, war sie doch tatkräftig mit dabei, als Tierschützer in einer spektakulären Nacht- und Nebel- Aktion seine Schweine freigelassen haben. Oder kommt der Besitzer der fleischverarbeitenden Fabrik als Mörder in Frage? Oder gar ihre Freundin und Konkurrentin, das Ex-Model Vera Clement? Und was ist mit deren Gärtner? Ist der am Ende der Mörder?

Jürgen Klahn präsentiert einen Krimi ohne blutrünstiges Gemetzel und psychopatische Abgründe. So richtig gepackt hat er mich aber nicht. Ein bisschen mehr Realität hätte der Geschichte ganz gut getan. Eine Konservendose als Tatwaffe? Mordverhöre im Plauderton an Kaffeehaustischen? Auch mit den Figuren wird man nicht recht warm, weil man ihr Handeln oft nicht so richtig nachvollziehen kann und sich über manche ihrer Aktionen wundert.

Fazit: Leichte Sofalektüre für einen verregneten Nachmittag. Hygge eben.

Jürgen Klahn: Bio-Tod: Ein Hygge-Krimi.
Piper, März 2021.
188 Seiten, Taschenbuch, 12,00 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Karina Luger.

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