Jürgen C. Hess: Unnützes Sprachwissen – Erstaunliches über unsere Sprache

dudenAftermieter, Bansen, Detailleur, Einglas, Heimbürge, Kamelopard, Mecki, Tüttel: Wer sich nach all dem beleidigt fühlt, ist hier falsch und richtig zugleich. Diese Wörter werden kaum mehr benutzt, ihre Bedeutung geht verloren, sie sind vom Aussterben bedroht. Wer sich nach der Lektüre von „Unnützes Sprachwissen – Erstaunliches über unsere Sprache“ dazu animiert fühlte, ein paar mehr ungenutzte Redewendungen in seinen Alltag einzubauen: Hier ist das Handbuch dazu.

„Wortfriedhof – Wörter, die uns fehlen werden“ ist in seiner Aufmachung ähnlich einem Wörterbuch und dennoch zum Schmökern geeignet. Die ausgewählten alternden Begriffe aus der deutschen Sprache vermitteln Geschichten, Kuriositäten und zugleich eine gewisse Motivation, den alten Brecht aus dem Bücherschrank zu nehmen und sich gar Goethe zitierend am Telefon zu melden.

Ein Büchlein zum Angeben, für die Kurze Fahrt in der S-Bahn, zum Verschenken und zum Lesen in der Penne, für Freunde der Sprache, Lyriker und Poeten, für Blogger, Autoren und Texter, Heimatverbundene und Nostalgiker, Schelme, Backfische und Hauptschriftleiter. Kurz: Höchlich amüsant!

Hildegard Hogen: Wortfriedhof – Wörter, die uns fehlen werden.
Bibliographisches Institut, Mannheim, Juli 2012.
80 Seiten, Taschenbuch, 5,00 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Annett Bergk.

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