Jorge Rodriguez (Hrsg.): Hier ist alles Banane, gelesen von Reiner Kröhnert

hoerbuchIch fand ja damals „Das total gefälschte Geheim-Tagebuch vom Mann von Frau Merkel“ total witzig und hatte hier auf etwas Ähnliches gehofft. Im Großen und Ganzen ist es das auch, aber ich fand es nicht halb so witzig. Zum einen liegt das an dem nuschelnden Dialekt, den „Honecker“ während des ganzen Hörbuches spricht. Ich habe es im Auto gehört und er war nicht immer wirklich leicht zu verstehen. Den Anfang, an dem Rodriguez beschreibt, wie er zu der Stelle als Mädchen für alles kommt und wie Margot und Erich in Chile ankommen, hatte noch einiges Lustige. Auch der Teil, in dem sie beschließen, dass Erich für die Öffentlichkeit sterben muss, zeigte noch komische Elemente. Aber ab da ging es stetig abwärts. Erich kommentiert die Weltgeschichte aus der Sicht eines alten, sturen Bocks, an dem die Weltgeschichte anscheinend spurlos vorbeigezogen ist – die große wie die kleine. Rechthaberisch und unbelehrbar, eigensinnig und ohne den Wunsch, die Dinge wirklich zu verstehen. Auf Dauer ist das dann nicht mehr wirklich lustig.

Es mag sein, dass manche Anspielung dem, der unter Honecker gelebt hat, mehr sagt als mir, mich konnte das Hörbuch jedenfalls nicht überzeugen.

Jorge Nicolás Sanchez Rodriguez (Hrsg.): Hier ist alles Banane: Erich Honeckers geheime Tagebücher 1994 – 2015, gelesen von Reiner Kröhnert.
HörbucHHamburg, August 2016.
Hörbuch-Download, 10,00 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Regina Lindemann.

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