Jörg Maurer: Im Schnee wird nur dem Tod nicht kalt, gelesen vom Autor

Kommissar Jennerwein will mit seinem Team in seiner verschneiten Berghütte hoch über dem idyllischen Kurort Weihnachten feiern. Es soll dabei einmal ausnahmsweise nicht um Dienstliches und Ermittlungen gehen, sondern um ein gemütliches Beisammensein. Leider kommt es dann aber anders als geplant…

Die Geschichte fängt ganz harmlos an. Nach und nach treffen die Teammitglieder auf der Hütte ein.  Der Zuhörer, der vielleicht zum ersten mal einen Jennerwein-Krimi hört, hat so Gelegenheit, die einzelnen Charaktere häppchenweise kennen zu lernen. Lange fragt man sich, welche Art Verbrechen wohl geschehen wird – das Szenario wäre perfekt für ein klassisches Locked-Room Mystery.  Um die Spannung zu erhöhen, vermischt der Autor zwei Erzählstränge (einmal die Jetztzeit, einmal eine Geschichte aus Jennerweins Schulzeit). Auch wird hierdurch eine Art Countdown bis Weihnachten erschaffen. Eine Art interner Weihnachtskalender. Wie ich finde, ein sehr schöner erzählerischer Kniff.

Mir hat das Buch auch viel besser gefallen, als ich durch die viele Kritik im Netz vermutet hätte. Einen klassischen Whodunnit darf man nicht erwarten. Auch muss man bei Maurer immer auf  Skurriles eingestellt sein. Gerade das macht ja die Besonderheit seiner Alpenkrimis aus.

Die leicht knarzige Stimme von Jörg Maurer passt hervorragend zur Atmosphäre und so fliegt die Zeit beim Hören dahin, bis man leider viel zu schnell am Ende des Hörbuchs angekommen ist.

Es sollte bei Fahrten durch – hoffentlich – verschneite Winterlandschaften auf keinen Fall fehlen!

Jörg Maurer: Im Schnee wird nur dem Tod nicht kalt, gelesen vom Autor.
Argon Verlag, November 2019.
2 mp3-CDs, Gekürzte Fassung, 10 Stunden und 47 Minuten.

Diese Rezension wurde verfasst von Nadine Roggow.

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