Jill Smolinski: Die Wunschliste

jillSchon das Cover erinnerte mich ein wenig an Cecilia Ahern und auch inhaltlich trifft Jill Smolinski mit ihrem Roman „Die Wunschliste“ den einen besonderen Frauen-Nerv, der beim Lesen schallendes Gelächter und traurig hochgezogene Augenbrauen verursachen kann. So ist es eben, wenn Wünsche wahr werden.

June überlebt, zu ihrem eigenen Schrecken, einen Autounfall. Ihre Beifahrerin jedoch, die eben erst 50 Kilo abgenommen hat und ziemlich glänzende High Heels trägt, kommt ums Leben. Um mit ihren Schuldgedanken fertig zu werden, verpflichtet sich June, die Wunschliste abzuarbeiten, die Marissa bei ihrem Tod bei sich hatte. Hier stehen zwanzig Dinge, die diese bis zu ihrem 25 Geburtstag tun wollte. Nun beginnt für June die Uhr zu ticken. Ein Glück, dass der Punkt mit dem Abnehmen schon gestrichen ist .

Jill Smolinski entführt den Leser auf sehr direktem Weg in eine weibliche Welt zwischen Job-Stress, Kinder-Wunsch und der Angst, alles zu vermasseln. Tränen fließen innerhalb und außerhalb des Buches – vor Lachen und Rührung. Ein Buch, das vielleicht ganz nebenbei dazu veranlasst, jeden zweiten Tag für einen Fünf-Kilometer-Lauf zu trainieren. Ich habe schon die Turnschuhe gekauft.

Jill Smolinski: Die Wunschliste.
Knaur, März 2011.
416 Seiten, Taschenbuch, 6,00 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Annett Bergk.

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