Jennifer Egan: Emerald City: Stories

Jennifer Egans Kurzgeschichten sind ein Spiegel der amerikanischen Gesellschaft. Ihre elf Stories handeln zum Beispiel von der Modelbranche mit den Befindlichkeiten und Gepflogenheiten der Akteure; von einem Wall-Street-Broker, der mit seiner Familie einem Fremden in die chinesische Provinz folgt; von einer Frau, die während eines Urlaubs mit einem reichen Mann auf Bora Bora von der Ausstrahlung einer jungen Frau am Strand ergriffen wird; von einem Vietnam-Veteran und der Verbindung zu einem jungen Mädchen, das einen ernüchternden LSD-Trip hinter sich hat; von einem Geschwisterpaar und dem frühen Tod der Mutter…

Egans Protagonisten bringen mit den geschilderten Momentaufnahmen  die jeweiligen elementaren Probleme ihres Lebens auf den Punkt. Alle tragen sie einen Kampf mit dem, was belastend in ihrem Innern schlummert, aus. In ihren Ausbruchs- und Lösungsversuchen verfangen sie sich in trügerischen Traumvorstellungen.

Bereits 1996 ist Jennifer Egans Kurzgeschichtenband in der amerikanischen Originalausgabe unter dem Titel „Emerald City“ erschienen. Die deutschsprachige Ausgabe wurde vom Verlag Schöffling & Co im Jahr 2000 aufgelegt. Ins Deutsche übersetzt hat  diesen Kurzgeschichtenband Sigrid Ruschmeier.

Jennifer Egan erhielt 2011 den Pulitzer-Preis für ihren Roman „Der größere Teil der Welt“ und schreibt außerdem für den New Yorker und das New York Times Magazine.

Jennifer Egan: Emerald City Stories.
Fischer, März 2020.
224 Seiten, Taschenbuch, 13,00 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Annegret Glock.

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