Jeff Kinney: Ruperts Tagebuch – Zu nett für diese Welt!: Jetzt rede ich!

Rupert ist bekannt als der „beste“ Freund von Greg, dem tagebuchschreibenden selbsternannten Superhirn aus den „Greg’s“ Tagebüchern. Rupert kommt dabei ja nicht immer gut weg und jetzt möchte er halt seine Sicht der Dinge schildern. Das kommt bei Greg gar nicht gut an, Tagebuchschreiben ist schließlich „sein“ Ding (es war in Wirklichkeit die Idee seiner Mutter, wenn ich mich recht entsinne. Da Rupert, wie schon im Titel angekündigt, viel zu gut für diese Welt ist, lässt er sich recht schnell überreden, dann doch über Greg zu schreiben. Sozusagen schon mal den Biografieentwurf für die spätere Berühmtheit.

Mit der Sichtweise von Rupert gelingt es Jeff Kinney, Greg’s Tagebüchern doch noch mal eine neue Seite abzugewinnen. Oft werden bekannte Ereignisse geschildert, aber jetzt eben aus Ruperts Sicht. Dabei gelingt es Kinney ziemlich gut, den schmalen Pfad zwischen Ehrlichkeit und menschlicher Verfälschung zu begehen. Es ist herrlich komisch mitzulesen, wie Rupert vielleicht ein bisschen merkt, dass Greg ihn nur ausnutzt, das aber einfach nicht wahrhaben will und sich die Sache selber schön redet.

Wer Greg’s Tagebücher mag, sollte dieses Spin-Off auf keinen Fall verpassen.

Jeff Kinney: Ruperts Tagebuch – Zu nett für diese Welt!: Jetzt rede ich.
Baumhaus, April 2019.
224 Seiten, gebundene Ausgabe, 14,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Regina Lindemann.

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