James Rollins: Sigma Force 10: Projekt Chimera

Mitten in einem idyllisch gelegenen Naturschutzgebiet im Westen der USA liegt sie, eine der vielen, gerade in den letzten Jahren neu aufgebauten Forschungsstationen, in denen an genetisch-biologischen Entdeckungen gearbeitet wird. Einer der Forscher versucht das Artensterben aufzuhalten. Sein Ansatz ist dabei ebenso revolutionär wie gefährlich – man nehme künstliche Kleinstviren, die man so verändert und schützt, dass kein bekannter Stoff sie angreifen kann und baut daraus Gottes Schöpfung neu. Dass seine Tätigkeit dabei genauestens beobachtet wird, ahnt er nicht. Und nein, es ist weder die NSA noch eine andere Regierungsbehörde, die ihn kontrolliert – es sind militante Umweltschützer, die bereit sind, um die Erde zu retten, die Menschheit zu vernichten.

Als die Forschungstation überfallen und der leitende Wissenschaftler entführt wird bleibt ein Explosionskrater zurück – zu wenig, denn der Professor war erfolgreich. Und so breitet sich scheinbar unaufhaltsam eine schwarze Masse aus, die alles Leben, wie wir es kennen auslöscht.

Die Spur führt die Agenten der Sigma Force in den Brasilianischen Regenwald und in die eisige Antarktis …

Auch im zehnten Band der Reihe bleibt James Rollins sich und seinem Rezept treu. Im Grund genommen erzählt er immer dieselbe Grundgeschichte; – eine Gruppe böser Verbrecher / Terroristen versucht entweder die Freie Welt, d.i. natürlich die USA oder gleich die ganze Erde unter ihre Herrschaft zu bringen bzw. zu vernichten. Die Sigma Force wird zum Ort des desaströsen Geschehens gerufen um für Rettung in letzter Sekunde zu sorgen. Mit dabei einige aktuelle wissenschaftliche Erfindungen und Entwicklungen, eine ganze Reihe fieser, skrupelloser Gegner und unsere bekannte Truppe an hoch-intelligenten Soldaten.

Das Panoptikum der Figuren ist mittlerweile bekannt und eingeführt, so dass Rollins in jedem Roman, um ein gewisses Momentum beizubehalten, neue Charaktere einführt. Das hört sich jetzt vielleicht alles ein wenig negativ an, liest sich aber doch erstaunlich gut und flüssig auf einen Rutsch durch. Rollins versteht es dabei geradezu perfekt, die Balance zwischen packenden Kampfbeschreibungen, jeder Menge technisch-wissenschaftlicher Überraschungen und exotischen Handlungsorten zu halten.

Natürlich ahnt man, dass die Erde / Menschheit am Ende einmal mehr vor der drohenden, ultimativen Gefahr gerettet werden wird – den Sigma-Agenten sei Lob und Dank – doch das stört den Unterhaltungswert des Romans beileibe nicht. Hier ist einmal mehr der Weg das Ziel.

Der Leser und Fan packender Action-Thriller bekommt hier auch in der zehnten Auflage einmal mehr perfekt geschriebene Unterhaltung pur, die einen den tristen Alltag, den Stress und die Sorgen für ein paar Stunden vergessen lässt, wenn man zusammen mit unseren Helden den Bösen zeigt, was eine Harke ist.

James Rollins: Sigma Force 10: Projekt Chimera.
Blanvalet, Februar 2018.
576 Seiten, Taschenbuch, 10,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Carsten Kuhr.

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