Isolde Sammer: Die Welt von Max und mir

isoldeAls Max neu in die Abschlussklasse ihres Gymnasiums kommt, ist die 18-jährige Jana sofort begeistert von ihm. Doch scheint sie für ihn Luft zu sein. Er sieht durch sie hindurch und beachtet sie nicht. Dabei ist Jana an der Schule beliebt und so etwas wie eine Berühmtheit, denn ihr Vater ist ein bekannter Schauspieler. Erst kurz vor Weihnachten überrascht Max sie dann. Vor allen Schülern und Lehrern spielt er ein Lied nur für Jana und da ist ihr endlich klar, dass auch er sich nichts sehnlicher wünscht als mit ihr zusammen zu sein. Doch es ziehen dunkle Wolken am Horizont auf, denn Max hat auch ein dunkles Geheimnis.

Gut ein Drittel des Jugendromans für Mädchen ab etwa 15 Jahren fragt man sich ganz ehrlich, warum man das alles lesen muss. Jana und Max sind glücklich, er darf innerhalb kürzester Zeit bei ihrer reichen Familie einziehen und schafft es sogar, die kleine Schwester, die bisher keinen Ton gesagt hat, zum Reden zu bringen. Alles ist wunderschön und schillert in den schönsten Farben. Doch dann verschwindet Max und Jana kommt ganz allmählich hinter sein Geheimnis. Leider sorgt das nicht dafür, dass „Die Welt von Max und mir“ wesentlich besser wird. Die Geschichte hangelt sich an Klischees entlang und ist teilweise recht platt geschrieben. Es fehlt das gewisse Etwas und vor allem auch Figuren, die lebendig wirken und mit denen man sich identifizieren kann. Jana lebt in einer heilen Welt, in der es viel Geld, teure Reisen und Filmdeals ihres Vaters gibt. Sie muss zugeben, dass ihre Eltern beide selten da sind und die Sorge für die kleine dreijährige Schwester deshalb oft an ihr und ihrem älteren Bruder hängen bleibt. Aber sie führt ein unbeschwertes, schönes Leben. Das kann man von Max nicht behaupten. Er wohnt in einer der ärmeren Gegenden von Berlin in einer winzigen Wohnung – naja, nicht lange. Nur so lange, bis Janas Familie ihn in ihr Herz schließt und bei sich aufnimmt. Damit lösen sich Max‘ Probleme allerdings keinesfalls.

Ein Roman, den man insgesamt nicht wirklich lesen muss. Durchschnittlich geschrieben, oft klischeehaft und trotz ernstem Thema nicht erwähnenswert.

Isolde Sammer: Die Welt von Max und mir.
dtv, April 2016.
304 Seiten, Taschenbuch, 9,95 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Janine Gimbel.

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