Gerard Mortier: Dramaturgie einer Leidenschaft

dramaDie „Dramaturgie einer Leidenschaft“ hat Starintendant Gerard Mortier den Theatermachern und -Freunden als Vermächtnis hinterlassen.
Dieses Buch, das einen Tag nach Mortiers Tod erschien, ist ein Buch über die Oper. – Ein schmales, aber sehr kluges Buch, das alle Theatermacher und vor allem Opernfreunde gelesen haben sollten.
Mortier spannt einen Bogen von den Anfängen der Oper bei Monteverdi bis heute und erinnert an die 1970er-Jahre, in denen es zum Beispiel an der Rheinoper 450 Vorstellungen mit 60 Repertoire-Opern im Jahr gab. Er erinnert sich an die Ruhrtriennale („Ich habe die beste Erinnerung an die drei Jahre“) und die „Soldaten“ von Zimmermann in der Bochumer Jahrhunderthalle.
Er plädiert dafür, dass die Oper neue eine Theaterarchitektur braucht und erklärt, warum es Sinn macht, in zeitgenössischen Bühnenbildern und Kostümen zu inszenieren und welche Wirkung Videos wie die von Bill Viola in einer Oper haben können. Sehr interessant, leider zu kurz.

Gerard Mortier: Dramaturgie einer Leidenschaft.
Metzler, März 2014.
126 Seiten, Gebundene Ausgabe, 24,95 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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