Ged Adamson: Komm knuddeln

Oskar ist ein kleiner Vogel. Aber er ist nicht so wie die anderen. Er hat lange, unglaublich lange Flügel. Und so sehr er auch versucht, mit ihnen zu fliegen, es will einfach nicht klappen. Doch eines Tages trifft Oskar einen Orang-Utan, dem es noch schlechter geht als ihm: „Ich bin so traurig, ich weiß gar nicht genau warum!“ Oskar umarmt und tröstet ihn. Vielleicht sind seine Flügel ja doch für etwas gut. Denn es bleibt nicht bei dem Orang-Utan, bald wollen alle Tiere von Oskar geknuddelt werden. Da erkennt der kleine Vogel, dass seine langen Flügel ein großes Geschenk sind.

Es macht Spaß, durch das Buch zu blättern. Zum Teil gehen die wunderschön leichten Illustrationen über eine Doppelseite, dann wieder sind es viele verschiedene kleine. Und manchmal muss man das Buch auch drehen. Auch hier fällt also schon mal etwas aus dem Rahmen.

Die Botschaft, die „Komm knuddeln“ vermittelt, ist klar und auch für die junge Zielgruppe gut verständlich: Wir müssen nicht perfekt sein, um das Leben anderer zu bereichern. Jeder hat eine spezielle Gabe, die es nur herauszufinden gilt. Diesen Mut zu bestärken ist – in Zeiten, in denen der Konkurrenzkampf ja oft schon in der Krabbelgruppe beginnt – richtig und wichtig.

Traut euch, anders zu sein.
„Und wenn Freunde dir helfen, schaffst du alles!“

Fazit: Man muss den kleinen Vogel einfach ins Herz schließen! Ein wunderschönes Bilderbuch für Kinder ab 3 Jahren, das aber sicher auch die erwachsenen Leser anrühren wird.

Ged Adamson: Komm knuddeln.
cbj, April 2021.
40 Seiten, Gebundene Ausgabe, 14,00 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Nadine Roggow.

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