Fredrik T. Olsson: Der Code, gelesen von Uwe Teschner

codeWilliam wird direkt aus seinem Krankenzimmer entführt, in dem er wegen eines Selbstmordversuches lag. Jemand braucht ihn, jemand braucht ihn, jemand braucht seine lebenslang ausgebildeten Fähigkeiten, Codes zu erkennen und zu entschlüsseln. Für seine Frau soll es so aussehen, als sei er freiwillig verschwunden, aber sie machen einen Fehler. Den gleichen Fehler, den sie auch in Amsterdam machen, als sie Janine entführen, Expertin für Sumerische Keilschriften. Sie nehmen Dinge mit, die ein normaler Mensch auf Reisen mitnehmen würde, aber bei William vergessen sie etwas, das er und nur er auf jeden Fall mitnehmen würde und bei Janine nehmen sie etwas mit, das niemals mitführen würde. William bekommt Bruchstücke eines Codes, den er entschlüsseln soll. Obwohl der recht bald dahinterkommt, worum es im Prinzip geht, wird er in einem Schloss in den Schweizer Alpen so abgeschieden gehalten, dass ihm entgeht, was in der Welt vor sich geht.

Angebliche Attentäter erschießen einen angeblichen Obdachlosen. Aber nicht, bevor er nicht mit seiner Krankheit noch mindestens einen Menschen infiziert hat. Der verursacht bei Ausbruch der Krankheit einen Massenunfall und im Chaos der Krankenhauseinlieferung gibt er den Virus großzügig weiter. Sehr schnell ist eine nicht zu stoppende Seuche im Umlauf, gegen die der Mensch kein Mittel findet. Das Krankenhaus in Amsterdam wird dem Erdboden gleichgemacht, aber es ist bereits zu spät.

Das Hörbuch ist als Thriller konzipiert und das klappt auch einigermaßen. Allerdings eiert mir der Autor viel zu sehr um das eigentliche Thema herum. Es geht um DNA und in der DNA-verschlüsselte Botschaften. Die Bösen, die gar nicht so Böse sind, wollten Teile der menschlichen DNA umschreiben, da diese eine neue große Pest verursachen könnten und gerade dadurch lösen sie die Pest aus. Da erwartet man doch ein bisschen was über die Art und Weise, wie und warum die Fragmente in die DNA gelangt sind, Aber hier verfranst der Autor sich rettungslos und kommt über angerissene Spekulationen nicht hinaus. Insgesamt gibt es eine Menge Action, deren Sinn für die Geschichte sich nur teilweise erschließt und mit 2 vollen MP3-CD war mir die Geschichte einfach zu lang und vor allem zu ausgewalzt.

Uwe Teschner hat sie allerdings sehr angenehm gelesen. Das konnte man schon während einer Stunde Stau genießen.

Fredrik T. Olsson: Der Code, gelesen von Uwe Teschner.
OSTERWOLDaudio, September 2014.
2 mp3-CDs, 16,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Regina Lindemann.

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