Emmy Laybourne: Monument 14: Die Flucht

monZwölf Tage sind vergangen, seitdem die Gruppe Jugendlicher bei einer Chemiekatastrophe in das Einkaufszentrum von Monument eingeschlossen wurde. Einige der Kids haben beschlossen, Hilfe zu holen und fahren mit dem ramponierten Bus zum Flughafen in Denver. Dean bleibt mit Astrid und den Kleinen Caroline, Henry und Chloe im Greenway Einkaufszentrum. Auch weiterhin ist ihr Aufenthalt dort nicht von Langeweile gezeichnet. Immer wieder gelangt verseuchte Luft in die Räume, die dazu führt, dass die Jugendlichen mit Blutgruppe B, unter ihnen Dean, zu wahren Monstern werden. Auch wollen immer wieder andere Menschen von außen in das Einkaufsparadies gelangen. Wie lange können Dean und Astrid ihnen noch standhalten?

Die Trennung der Jugendlichen in zwei Gruppen sorgt für neuen Zündstoff in der Romanreihe. Ab diesem Zeitpunkt wird aus zwei Perspektiven berichtet. Alex, Deans 13-jähriger Bruder, schreibt wie in einem Tagebuch an Dean und schildert die Erlebnisse im Bus. Dean befasst sich weiterhin mit den Geschehnissen im Greenway. Wie schon der erste Band, „Monument 14“, ist „Die Flucht“ von großer Spannung gezeichnet. Es gibt kaum drei Seiten, in denen mal nichts passiert. Und diesmal wirkt es gar nicht so sehr nach wildem Aktionismus. Draußen im Bus herrscht eh niemals Stillstand und im Greenway reißt der Strom derjenigen, die nach drinnen wollen, nie ab. Auch die Problematik mit den Blutgruppen wird erneut thematisiert. Sind die Menschen den Chemikalien schutzlos ausgesetzt, reagieren sie je nach Blutgruppe anders auf diese. Zum Beispiel mit Halluzinationen, Unfruchtbarkeit und nicht zuletzt Mordlust.

Interessant anzusehen ist auch, wie sich die Allianzen verändern durch die Trennung der Gruppen. Besonders zu erwähnen ist hierbei die 13-jährige Sahalia, die im ersten Band für reichlich Stress gesorgt hat. Sie bekommt im zweiten Teil eine spannende Rolle zwischen den Fronten und schafft es immer, sich glaubhaft zu verändern. Auch wenn sie wie ein Fähnchen im Wind wirkt, passt das zu ihrem Charakter. Ähnliches gilt auch für die anderen Jugendliche der Gruppe. Sie wachsen mit der Zeit über sich hinaus und übernehmen immer mehr Verantwortung für die deutlich jüngeren Grundschulkids.

Eine würdige Fortsetzung der spannenden Reihe! Leserinnen und Leser ab 14 Jahren werden danach gespannt auf den Abschluss der Trilogie warten.

Emmy Laybourne: Monument 14: Die Flucht.
Heyne, Mai 2014.
304 Seiten, Taschenbuch, 8,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Janine Gimbel.

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