Colleen Hoover: Nur noch ein einziges Mal

Als Lily Ryle kennenlernt, will der Neurochirurg nur einen One-Night-Stand. Doch Lily ist dazu nicht bereit, sie will Liebe, den Mann auf dem weißen Ross und ein Leben für Immer und Ewig. Erst nach vielen Monaten scheint Ryle auch dazu bereit und die beiden versuchen es mit einer Beziehung. Keiner von ihnen ahnt allerdings, dass der jeweils andere noch ein wichtiges Geheimnis vor ihm verbirgt. Bei Lily ist es ihre Teenager-Liebe zu dem obdachlosen Jugendlichen Atlas, den sie einst versteckte und versorgte. Als Atlas dann tatsächlich leibhaftig vor ihr steht, überschlagen sich die Ereignisse.

Wer schon mehrere Romane von Colleen Hoover gelesen hat, der weiß, dass das bei weitem nicht alles ist. Gerade wenn man denkt, die Geschichte nimmt einen guten Lauf, wirft die talentierte Autorin die nächste emotionale Bombe und alles ist wieder durcheinander. Und genau so ein Roman ist „Nur noch ein einziges Mal“. Am Anfang gar nicht so spektakulär. Man lernt Lily kennen, dann Ryle und erfährt – als Leser im Detail, als Ryle nur sehr vage – von Lilys Vergangenheit. Dass auch Ryle dunkle Geheimnisse hat, bleibt erstmal unbekannt. Lily liest nach und nach ihr als Teenager geführtes Tagebuch, das sie in Briefform an die in Amerika überaus bekannte Moderatorin Ellen Lee DeGeneres schrieb, da sie deren Sendung im Fernsehen gebannt verfolgte. Auf diesem Weg lernt man dann auch Atlas kennen. Bis alle drei Personen in der Gegenwart auftreten, dauert es allerdings fast einen halben Roman. Nach dem ersten Drittel kommt bereits Fahrt auf und hat man den Anfang erstmal gelesen, will man es dann kaum mehr aus der Hand legen, denn wie gewohnt spricht Hoover über Tabu-Themen und packt diese in eine spannende, gefühlvolle Geschichte.

„Nur noch ein einziges Mal“ ist vielleicht nicht ihr weltbestes Buch, aber definitiv eines der besseren. Die Geschichte schlägt vor allem Leserinnen in ihren Bann und wer ihre Bücher generell mag, der wird auch hier gut bedient sein. Der Mix aus ernsten Themen, treffenden Beschreibungen von Emotionen und Figuren, die zwar dunkle Seiten haben, aber dennoch gut zur Identifikation dienen, ist gelungen.

Lesenswerte Mischung, die sicher von den Fans geliebt wird.

Colleen Hoover: Nur noch ein einziges Mal.
dtv, November 2017.
416 Seiten, Taschenbuch, 14,95 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Janine Gimbel.

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