Catharina Junk: Auf Null

nullEs gibt unzählige Bücher über den Kampf gegen den Krebs. Aber was ist eigentlich, wenn man gewonnen hat? Wenn man als gesund entlassen wird und das Leben wieder wartet? Nina findet das überhaupt nicht so einfach, wie sich das anhört.

Als sie aus dem Krankenhaus entlassen wird – nach einem Jahr – kaufen ihre Eltern ihr ein Auto, damit sie trotz ihrer Schwäche mobil bleiben kann. Aber sie denkt: Lohnt sich das überhaupt? Was, wenn der Krebs wiederkommt? Durch das Auto lernt sie immerhin Erik kennen. Es kribbelt wieder. Aber kann sie ihm das antun? Er hat schon seine Mutter verloren, was, wenn der Krebs wiederkommt?

„Auf Null“ beschreibt den Weg nach der Heilung. Es ist ein Buch über Zweifel, über die Unbeständigkeit des Lebens und es ist dabei urkomisch. Denn Nina hat Humor – bei allen Zweifeln, bei allem Straucheln, hat sie eine ganz besondere Form von Galgenhumor. Damit kämpft sie ich ihren Weg zurück ins Leben. Sie lernt zu unterscheiden, mit wem sie befreundet sein möchte und mit wem nicht, wer ihr guttut und wer nicht.

Ein sehr humorvolles Buch, das das Thema Krebs aus einer ganz anderen Perspektive schildert. Catharina Junk hat den Punkt ziemlich genau getroffen: Aber Du/ich bist/bin doch jetzt gesund. Da kann es doch keine Probleme mehr geben. Doch kann es, das Leben, das Selbstbild ist auf den Kopf gestellt und man braucht eine ganze Weile, um wieder zu sich selbst zu finden.

Fazit: Sehr schöner Blickwinkel, mit der richtigen Dosis Humor erzählt.

Catharina Junk: Auf Null.
Kindler, August 2016.
400 Seiten, Gebundene Ausgabe, 19,95 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Regina Lindemann.

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