Alastair Reynolds: Rache

Seit hunderttausenden von Jahren breitet sich die Menschheit im heimatlichen Sonnensystem aus. Dabei gibt es immer wieder Rückschläge, werden die Habitate, in und auf denen sich die Menschen ausgebreitet haben von Katastrophen heimgesucht. Die oftmals blühenden Zivilisationen werden dabei zerstört, Überbleibsel dieser „Okkupation“ genannten Hochzivilisationen bleiben in Blasen zurück. Blasen, die ihr Inneres vor der Erkundung, dem Ausräubern und der Zeit schützen.

In unregelmäßigen Zeitabständen aber öffnen sich die Blasen für einen kurzen Zeitraum – eine Möglichkeit, die wagemutigen Raumfahrern die Chance eröffnet, die wertvollen Artefakte zu bergen. Mit an Bord der Sonnensegler mit einem unterstützenden Ionenantrieb sind neben den Aufschliessern, die berechnen wann und für wie lange sich eine Blase öffnet auch immer die Knochenleser – besonders begabte, junge Menschen, die mittels Alienknochen geistig Verbindung zu einander aufnehmen können und so eine zeitnahe interstellare Kommunikation erst ermöglichen. Weiterlesen

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Jens Lubbadeh: Neanderthal

Deutschland im Jahre 2053 ist gesund. Richtig gesund. Jede Tätigkeit, die nicht gesund ist, ist verpönt. Pränataldiagnostik ist Standard und das Optimieren des Embryos teils verpflichtend (wo es Krankheiten betrifft), teils teuer für die Eltern. Die Menschen tragen ein Implantat, dass ihre Krankenkasse über mögliches Fehlverhalten informiert. Wie kann da eine offensichtlich missgebildete Leiche auftauchen? Und noch seltsamer, es handelt sich nicht um Mißbildungen, sondern die Leiche ist ein Neandertaler, allerdings gerade erst gestorben. Im Neandertal bei Düsseldorf tauchen weitere solcher frischen Leichen auf und der taube Experte Max Stiller wird hinzugezogen. Er bestätigt beides, den offentsichtlich neandertalischen Knochenbau und die Jungheit der Skelette.

Deutschland im Jahre 2053 ist zwar gesund, aber nicht glücklich. Die große „German Depression“ trifft immer mehr Menschen. Es geht weit über das hinaus, was eine „normale“ Depression ausmacht und treibt immer mehr Menschen, gerade Jugendliche, in den Selbstmord. Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Depression und dem optimierten Menschen? War der Neandertaler glücklicher? Weiterlesen

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Lavie Tidhar: Central Station

Empfinden Robots Liebe? (S. 41)

Willkommen in Central Station, der Stadt, die man früher als Tel Aviv kannte. Irgendwann einmal, vor Jahrhunderten, lange vor der UNTERHALTUNG die die Menschen durch ein Implantat jederzeit online gehen ließ, startete die Spezies Menschen von hier aus die Eroberung des Sonnensystems. Der Mond, der Mars, dann der Asteroidengürtel und die äußeren Planeten werden von den Juden, den Chinesen und den Asiaten erschlossen und besiedelt. Selbst die Robotniks, ausrangierte Kampfroboter, denen menschliche Überbleibsel übergestülpt wurden, fanden hier ein neues Zuhause.

Inzwischen aber sind die ehemaligen Shuttle-Landeplätze oftmals verwaist, hat sich ein Elendsviertel rund um die Türme gebildet. Hier leben sie alle mit- und nebeneinander – Juden, Christen, Moslems und Anhänger der Roboterreligion, Gestrandete Nachkommen der früheren Lohnarbeiter. Wo sich einst Jaffa-Orangenplantagen ausbreiteten wohin aus Auge reichte, stehen jetzt Solarmodule, Weiterlesen

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Jeff VanderMeer: Borne

Jeff VanderMeers Blick in die Zukunft ist so düster, dass er schon schwarz ist. Viele haben einen ähnlichen Blick beschrieben, der einen gemeinsamen Nenner hat: Eine zerstörte Welt, in der jeder jeden tötet.

In so einer Welt lebt die junge Rachel, die über viele Jahre ein Flüchtling war. Seit einer Weile wohnt sie mit ihrem Lebensgefährten Wick in der Nähe einer zerstörten Stadt, einer zerstörten Firma und in einer vergifteten Fauna. Genmutierte Menschen und Tiere gehören zu ihrem Alltag genauso wie biotechnologische Wesen mit sehr unterschiedlichen Funktionen. Eines von ihnen ist der turmhohe Bär mit dem Namen Mord. Auf seiner tödlichen Jagd bleiben viele »Reste« in seinem zottigen Pelz hängen. Für unerschrockene Finderinnen wie Rachel ist das Fell des schlafenden Killers ein idealer Ort für ihre Nahrungssuche. Eines Tages entdeckt sie dort ein seltsames Wesen. Weiterlesen

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John Scalzi: Das Imperium der Ströme 01: Kollaps

Seit gut 1000 Jahren, nachdem die Verbindung über die Ströme zur heimatlichen Erde verloren ging, ist die Machtpyramide im Reich der Ströme festzementiert. Die Aristokraten, die sich aus den Handelshäusern rekrutierten ordnen sich mehr oder minder willig einem Herrscher unter, die Ströme verbinden die menschlichen Habitate in den unterschiedlichen Sternensystemen miteinander. Geplant war, dass keine menschliche Ansiedlung ohne die anderen existieren würde können, schließlich sollen die Handelshäuser ja prosperieren, doch jetzt mehren sich die Anzeichen, dass die verbindenden Ströme in kurzer Zeit zusammenbrechen werden.

Dass gerade eine Zeit des Umbruchs angebrochen ist, dass der Imperator starb und eine nicht sonderlich gut auf ihr Amt vorbereitete Erbin an seine Stelle tritt erschwert die Lage. In Ende, dem einzigen Planeten, der für ungeschützte Menschen geeignete Lebensumstände anbietet tobt – wie üblich – ein Bürgerkrieg. Weiterlesen

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Andreas Brandhorst: Das Arkonadia-Rätsel

Jasper und Jasmin sind Reisende im Auftrag von Omni, eines Bundes von Superzivilisationen, der die Galaxis beherrscht. Beide erhalten den Auftrag zum Planeten Arkonadia zu reisen und dort das Rätsel des Nerox zu lösen.

Der Nerox ist ein geheimnisvolles Objekt, das alle 453 Jahre erscheint und jedwede höhere Technologie lahmlegt. Unter den vielen Spezies, die Arkonadia bevölkern, gibt es machtgierige Gruppen und Karrieristen, die versuchen, den Nerox zu erreichen, um durch ihn den ganzen Planeten zu beherrschen. Dazu ist ein „Werkzeug“ nötig und so wird Zirzo, der beste Werkzeugmacher Arkonadias, gezwungen die Reise zum Nerox mitzumachen. Weiterlesen

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Jaroslav Kalfař: Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt

Jakub Procháska symbolisiert den Stolz einer ganzen Nation. Von einem Kartoffelacker erhebt sich das erste tschechische Raumschiff der Geschichte, um ein astronomisches Phänomen zu untersuchen. In den Weiten des Weltalls trifft Jakub auf den Ursprung des Lebens und einen extraterrestrischen Begleiter. Die irdischen Probleme des Astronauten verfolgen ihn jedoch in luftige Höhen. „Meine größte Hoffnung ist es, dass der Leser so etwas noch nie zuvor gelesen hat“, betont der Autor Jaroslav Kalfař. Mission geglückt: Seine fantasievolle Mischung aus „Per Anhalter durch die Galaxis“, gespickt mit kafkaesken Anleihen, tschechischer Geschichte und philosophischen Untertönen sucht seinesgleichen! Weiterlesen

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Wesley Chu: Zeitkurier

Das Universum im 26. Jahrhundert: Die Erde ist ein verseuchtes Ödland, nur noch ein Bruchteil der einstmaligen Weltbevölkerung lebt auf ihr. Die Menschen sind teils gestorben, teils ins All ausgewandert. Deshalb gibt es auf zahlreichen Planeten Kolonien. Doch eins konnte dabei nicht gelöst werden: Die Energiequellen und Ressourcen werden dennoch langsam knapp. Um diesem entgegenzuwirken, machen speziell ausgebildete Menschen Zeitreisen, die Chronauten. James Griffin-Mars ist einer von ihnen, ein sehr guter sogar. Er ahnt allerdings nicht, dass sein neuer Auftrag auf der Erde alles verändern wird und sein komplettes Weltbild infragestellt.

Wesley Chu ist mit „Zeitkurier“ ein sehr interessanter Zeitreisen-Science-Fiction-Roman gelungen, der ohne viel Technik auskommt. Weiterlesen

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Jasper T. Scott: Dark Space 03: Der Ursprung

Einst umfasste das menschliche Sternenreich ISS die ganze Galaxis. Das war, bevor die insektoiden Aggressoren der Sythianer kamen, und die ISS dank ihrer Tarnschirme vernichtend schlugen. Die Sythianer schickten das von ihnen versklavte Reptilienvolk der Gor vor, eine Rasse, die für den Kampf lebt, die sich selbst und ihre Kriegsschiffe fast unsichtbar machen kann und die Telepathen sind. Der Untergang der Menschheit schien unaufhaltsam zu sein. Billionen Menschen starben in den Gefechten, nur einer verschwindend kleinen Anzahl gelang die Flucht in den Dark Space, einem Sternenhaufen aus schwarzen Löchern, in den einst die straffälligen Verbrecher deportiert wurden. Lange Zeit dachte man, dass die letzten freien Menschen hier leben würden. Weiterlesen

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George R. R. Martin: Planetenjäger

Willkommen auf dem Kolonieplaneten São Paulo. Hier, fern der überfüllten Erde gibt es Platz, Rohstoffe und die Gelegenheit, sein Glück zu machen. Zwei befreundete Alienvölker unterstützen die Menschen dabei, das All zu besiedeln. Komm in die neuen Welten, mache dein Glück, so wird für die Kolonialisierung geworben.

Auch Ramon Espejos dachte einmal, dass er eben jenes, sein Glück machen könnte. Aus Mexico stammend brach er auf der Suche nach persönlichen Glück, Reichtum und Freiheit auf, nur um auf dem Planeten auf altbekannte Strukturen zu stoßen – dort die Reichen, hier die, die malochen armen Hunde, die dafür sorgen, dass die Reichen immer reicher werden. Dass er selbst ein Macho par Exzellenz ist, dass er seine Frauen schlägt und betrügt, misshandelt und missbraucht bereitet ihm kein schlechtes Gewissen. Seit frühester Kindheit hat er verinnerlicht, dass nur der Starke, der Brutalere überlebt und sein Dasein darauf ausgerichtet. Weiterlesen

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