Boris Vian: Der Schaum der Tage

schaumKann ein Buch fesseln, dessen Inhalt einem wie Schaum zwischen den Fingern zerfließt? Der Roman „Der Schaum der Tage“ vom Franzosen Boris Vian fasziniert und ist eine der poetischten Liebesromanzen, die man sich vorstellen kann. Und auch eine der surrealsten.
Geschrieben hat Vian diesen Dada-Roman schon 1946; die Erstausgabe in Frankreich verkaufte sich nicht, jetzt ist das Buch in einer neu überarbeiteten Fassung auf Deutsch erschienen – in einem Einband aus japanischem Seidenpapier.
Colin liebt Chloé, sie heiraten, dann wächst eine Seerose in Chloés Lunge. Sie stirbt. In der Krankheit verändern sich nicht nur die Figuren – Colin und seine Freunde –, sondern auch die Wohnung: Die Zimmer werden kleiner, der Boden modert.
Ein Buch wie ein Gemälde von Salvador Dali hat Boris Vian mit diesem Roman geschrieben: fantasievoll, verrückt, aber sehr berührend.

Boris Vian: Der Schaum der Tage.
Karl Rauch, November 2015.
220 Seiten, Gebundene Ausgabe, 20,00 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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