Bernhard Hennen: Elfenmacht

Das Buch ist ein gelungener Übergang der kürzlich beendeten „Drachenelfen“-Saga zu den älteren, ebenso mitreißenden „Elfen“-Romanen von Bernhard Hennen, die zeitlich auf die Handlung der  „Drachenelfen“ folgen. „Elfenmacht“ setzt dort an, wo der Leser am Ende der Drachenelfen-Romane etwas unbefriedigt zurück gelassen wurde.  Vieles blieb offen und die Schicksale der Drachenelfe Nandalee und ihrer Gefährten wollten noch vollendet und ein Übergang zu den Elfen-Romanen und der Zeit Emerelles geschaffen sein. Und genau das gelingt Hennen in „Elfenmacht“

Protagonisten sind die Kinder Nandalees. Von ihrer Mutter in Sicherheit gebracht, wachsen Emerelle und Meliander an Bord des Blauen Sterns auf. Dieses beständig über Albenmark fliegende Schiff ist das letzte Erbe der Alben, die sich entschlossen haben, nicht weiter in die Geschicke ihrer Geschöpfe einzugreifen. Schließlich aber wird der energiegeladenen Emerelle die Welt an Bord des Schiffes zu klein. Geschult in Kampf und Magie beschließt sie, sich auf die Suche nach ihrer Mutter zu machen. Ihr Bruder Meliander folgt ihr, um in Albenmark ihren dunklen Bruder zu finden, zu dem ihn eine Art Hassliebe hinzieht.

Beide Kinder Nandalees bestehen eigene Abenteuer. In ihren Geschichten begegnen dem Leser sowohl alte Bekannte aus den Drachenelfen-Romanen als auch neue Gestalten, die in den zeitlich folgenden „Elfen“-Romanen erwähnt wurden.

Im Gegensatz zum vorangegangenen „Drachenelfen“-Zyklus hat dieser Band erfrischend wenige Handlungsstränge und eine überschaubare Anzahl Figuren. Dies, in Kombination mit den kurzen, oft nur wenige Seiten langen Kapiteln, ermöglicht es das Buch leicht und flüssig  zu lesen.

Am Ende ist noch kein vollständiger Bogen zu den „Elfen“-Romanen geschlagen geworden. Die Leser dürfen sich also mit großer Sicherheit auf eine Fortsetzung freuen.

Bernhard Hennen ist einer der bekanntesten deutschen Fantasyautoren und lebt in Krefeld. Aus seinen Elfenzyklen sind bereits diverse Romane erschienen.

Bernhard Hennen: Elfenmacht.
Heyne, März 2017.
576 Seiten, Taschenbuch, 17,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Pia Konle.

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