Ben Aaronovitch: Der böse Ort

benDer böse Ort in Ben Aaronovichts neuestem Band um die Abenteuer des Londoner Magie-Polizisten Peter Grant ist ein Hochhaus namens Skygarden in Südlondon. Eine Reihe von mysteriösen Todesfällen und die immer noch andauernde Suche nach dem „Gesichtslosen“ führen das Team des Folly zu dieser Hinterlassenschaft eines Deutschen Stararchitekten, der einst vor den Nazis fliehen musste. Etwas stimmt nicht mit diesem Haus, etwas ist dort, dass das Böse anzuziehen scheint. Peter und seine Partnerin Lesley beziehen dort für nähere Ermittlungen eine Wohnung.

Obwohl diesem Band der Reihe irgendwie der rote Faden abhanden gekommen zu sein scheint, treffen zumindest Wortwitz und bösartige Anspielungen gegen Bürokratie und Stadtplanung stetig genau auf den Punkt – auch wenn man nicht aus London und nicht einmal aus England kommt. Das Ende des Buches lässt darauf schließen, dass Aaronovitch im nächsten Band Großes plant, denn Europa und der Zweite Weltkrieg rücken ganz langsam immer weiter in den Fokus. Vielleicht erfahren wir ja dann endlich, was damals mit all diesen Zauberern geschehen ist, von denen Nightingale immer wieder in unverständlichen Andeutungen berichtet – und das seit dem ersten Band.

Insgesamt hält Aaronovitch so einen tollen Spannungsbogen aufrecht, der der Geschichte dieses Buches ein bisschen gefehlt hat. Dafür stimmt die Mischung als Magie und Realität immer noch und Peter Grant hat nichts von seinem giftigen Biss verloren.

Insgesamt also lesenswert, jedoch sollte man nicht gerade mit diesem Band in die Serie einsteigen.

Ben Aaronovitch: Der böse Ort.
dtv, Mai 2014.
400 Seiten, Taschenbuch, 9,95 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Regina Lindemann.

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