Christoph Zachariae: Projekt DreamWalker – Die Schatten

Dr. Jakob Lem ist Traumforscher und verbringt seine Arbeitszeit in den Schlaflaboren der Berliner Charité. Zu seinen größten Erfolgen zählt das Projekt DreamWalker, welches ihm erlaubt im Schlaf die Träume anderer Menschen zu besuchen. So erhofft er sich, Komapatienten beim Aufwachen helfen zu können.

Auch seine Tochter Isabella verfügt über die Gabe in den Träumen ihrer Mitmenschen wandeln zu können, denn auch sie träumt luzid. Als hochsensibles Mädchen fühlt sie sich fehl am Platz und kann nur in ihren Träumen wirklich frei sein.

Als Lem nach einem Verkehrsunfall im Koma liegt, ist es an seiner Tochter dem Projekt DreamWalker zum Erfolg zu verhelfen und ihren Vater zu retten. Wird sie es schaffen? Oder ist alles zum Scheitern verurteilt?

Der Roman Dream Walker – Die Schatten entstammt der Feder von Christoph Zachariae und hat mir im Gesamteindruck gut gefallen. Die Charaktere wirkten ausgereift und ich konnte mich in einigen ihrer Macken und Charaktereigenschaften durchaus wiederfinden. Weiterlesen

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Diane Hielscher: Liebe neu denken

Wir begleiten die Journalistin und Podcasterin Diane Hielscher in „Liebe neu denken“ auf einer Reise durch die Wissenschaften. Antworten auf ihre Fragen zum Thema glückliche Beziehungen findet sie in der Psychologie, Physik, Chemie, in der Wirtschaftswissenschaft, Neurologie und sogar in der Politikwissenschaft. Das Buch legt sie allen unglücklichen Singles, leidenschaftslosen Eltern, Menschen in kräftezehrenden Beziehungen mit Streit, Machtkämpfen, Affären, Trennungen und Rosenkrieg ans Herz.

Wir erfahren u. a., dass unser Gehirn tatsächlich kein Interesse daran hat, dass wir glücklich sind. Denn Veränderungen wirken bedrohlich. Destruktive Glaubenssätze, unterdrückte Gefühle und Gedanken blockieren uns. Daher sollten wir uns besser überlegen, woran wir denn stattdessen denken und glauben wollen in unserem Leben. Die Autorin erklärt ihre Ausführungen absolut nachvollziehbar und verflechtet diese mit eigenen Erfahrungen. Weiterlesen

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C.J. Tudor: Das Gotteshaus

Wenn ich an Dan Brown denke, machen Hetze und Metropolen als Schauplätze einen Thriller aus. Nicht aber bei „Das Gotteshaus“ von C.J. Tudor. Die Handlung entwickelt sich langsam und spielt am „Arsch der Welt“. Der Roman ist in erfrischender Umgangssprache geschrieben – einschließlich der Kraftausdrücke – und erzählt aus den Perspektiven dreier Figuren. Und er ist spannend vom ersten Satz an.

Als Pfarrerin Jack Brooks mit ihrer 15jährigen Tochter Flo in das gottverlassene Nest Chapel Croft (was nichts mit dem gleichnamigen Waldstück südöstlich von London zu tun hat) einzieht, lässt jeder Moment in der verwahrlosten Kirche und im heruntergekommenen Pfarrhaus Unheil erwarten. Scheinbar will jeder in der zwei Dutzend Häuser großen, aber weitläufigen Gemeinde sein Geheimnis hüten, während Reverend Brooks unter ihrem eigenen leidet und gezwungenermaßen die Geheimnisse ihrer klein- bis spießbürgerlichen Schäfchen lüften muss. Das ist unumgänglich, um den vermeintlichen Spuk der „brennenden Mägdelein“ in ihrer Kirche sowie das Verschwinden zweier Mädchen aufzuklären. Nur so kann sie die befürchtete Gefahr von Flo abwenden. Doch dadurch begibt sie sich in einen Strudel aus Märtyrersage, Tradition, Glaube und Weltlichkeit, der letztendlich für sie und Flo lebensbedrohend wird … Weiterlesen

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Martina Parker: Hamdraht

„Hamdraht“ heißt auf gut Österreichisch so viel wie abgemurkst. Das kurz vorneweg zum Titel dieses „Gartenkrimis“.  Im beschaulichen Burgenland soll demnächst ein exklusives Resort in Betrieb gehen. Es gehört dem Coach und Motivationstrainer Arno Radeschnig und seiner ätherisch schönen Gattin Ophelia. Um der PR ein bisschen auf die Sprünge zu helfen, wird eine Abordnung der Presse dazu eingeladen, ein paar Tage gratis im Retreat zu verbringen, um sich von dessen Vorzügen zu überzeugen.

Vera Horvath vom „Burgenländischen Boten“ ist ebenso dabei wie ein Herr vom „Kärntner Blatt“, drei weitere Gäste sind anwesend und die berühmte Influencerin und Bloggerin Sky Dujmovits mit Gatten Karel. Eben diese Sky Dujmovits wird plötzlich tot aufgefunden. Sie war im Begriff gewesen, ein Bad in Rotwein zu testen, liegt aber mit aufgeschnittenen Pulsadern in der Wanne. Jemand hat ihr mehrere Flaschen Grappa ins Rotwein-Wasser gekippt.  Davon wurde sie vermutlich ohnmächtig und dann hat ihr dieser Jemand die Adern geöffnet.

Vera Horvath und ihre umtriebige Mutter recherchieren ohne polizeiliche Genehmigung und sind den Kommissaren oft eine Nasenlänge voraus, was diese ziemlich ärgert.  Weiterlesen

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Dhonielle Clayton: Die Marveller 01: Magie aus Licht und Dunkelheit

Ella Durand aus New Orleans gehört zu der Fabulierer-Familie, die die Grenze zu den Dunkelreichen bewacht. An ihnen ist es, die Seelen ins Jenseits weiterzuleiten, dafür zu sorgen, dass der Frieden gewahrt wird. Dabei nutzen sie ihre eigene Magie des Fabulierens, werden aber vom Rest der magischen Welt verachtet, ja ausgegrenzt. Ella wird als erste aus den Reihen der Fabulierer ausgewählt, die in luftiger Höhe schwebende Schule der Marveller zu besuchen. Es geht um nichts weniger, als die Diskriminierung abzuschaffen, Vorurteile zu überwinden und die Gemeinschaft der magisch Begabten ein klein wenig gerechter zu machen.

Dass es unsere Ella nicht leicht haben würde an der Eliteschule der Marveller, war allen, auch ihr, von vorne herein klar. Dass sie aber auf derart fiese, neidische Mitschülerinnen treffen würde, verletzt sie. Auch wenn sie sich nach außen hin nicht anmerken lässt, gehen ihr die Bosheiten ganz schön an die Nieren. Dabei versucht sie es wirklich, ihr Temperament zu zügeln, offen und freundlich zu sein, allein, die Abkömmlinge der angesehenen Marveller-Clans dissen sie, wo es nur geht. Weiterlesen

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Alba De Céspedes: Das verbotene Notizbuch

Aus einem Impuls heraus kauft Valeria, als sie für ihren Mann Zigaretten holen geht, ein Notizbuch mit schwarzem Einband. Um in Ruhe ihre ersten Eintragungen vornehmen zu können, spendiert sie Mann und Kindern Karten zu einem Fußballspiel. In den darauffolgenden Wochen und Monaten findet sie nur nachts, wenn alle anderen schlafen, Gelegenheit, ihre Erlebnisse und Überlegungen zu notieren und führt fortan führt sie ein Doppelleben. Niemand darf erfahren, dass sie ein Tagebuch führt.

Valeria lebt mit ihrem Mann Michele und ihren zwei fast erwachsenen Kindern in einer kleinen Wohnung im Rom der Nachkriegsjahre. Die Familie hat sich einen bescheidenen Wohlstand erarbeitet, und um den Kindern Schule und Universität zu ermöglichen, hat auch Valeria eine Arbeit in einem Büro angenommen.

Die Aufzeichnungen verhelfen ihr zu einem klaren Blick auf ihr Leben. Sie beginnt, über ihr Verhältnis zu ihrem Mann nachzudenken, erforscht, wie es dazu kam, dass sie in der Familie schon lange nicht mehr mit ihrem Namen – Valeria – angesprochen wird, sondern nur noch mit „Mama“. Sie realisiert, dass sie nicht mehr als Frau gesehen, sondern auf ihre Rolle als Mutter und Hausfrau reduziert wird. Das gängige Klischee, dass der Mann das Sagen und die Frau sich unterzuordnen hat, trägt sie wie einen Schutzschild vor sich her. Weiterlesen

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Rebecca Serle: In fünf Jahren

Rebecca Serle ist Autorin und Drehbuchschreiberin und lebt in New York und Los Angeles. Zu Beginn möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass dieses Buch in Amerika sehr gehyped wurde – und ja, es klingt wie eine Floskel, doch ich bin tatsächlich innerhalb von zwei Tagen durch die Seiten geflogen. Dabei habe ich mich direkt in den stilvoll-erfrischenden Schreibstil verliebt. Ich wurde süchtig! Denn rasant hat sich eine regelrechte Sogwirkung entwickelt und ich wurde in diesen bezaubernden, fiktiven Traum mitgerissen. Und nicht nur, weil die Autorin den Flash Forward, die Vorausblende, genutzt hat, damit sich die Geschichte magisch anfühlt.

Ich habe schon viel gelesen, doch Rebecca ist meiner Meinung nach eine der exzellentesten Geschichtenerzählerinnen überhaupt. Ab der ersten Sekunde wurde ich so sehr gepackt, dass ich vergessen habe, dass ich ein Buch lese. Ich muss anmerken, dass es keine heitere, unbeschwerte Liebesgeschichte ist, wie es vielleicht den Anschein erweckt. Sie hat auch keine typische romantische Storyline. Es geht viel tiefer, um die verschiedenen Arten von Liebe, die wir in unserem Leben haben (zur Familie, zu Freunden, zur Arbeit). Weiterlesen

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Elizabeth Lim: Die sechs Kraniche

Es ist der Tag der Verlobung von Prinzessin Shiori. Sie soll mit irgendeinem ihr unbekannten Typen aus dem Norden vermählt werden. Doch bevor es dazu kommt, überschlagen sich die Ereignisse. Shiori verbirgt seit langem ein magisches Talent, welches im Reich ihres Vaters allerdings verboten ist. Ihre Stiefmutter Raikama entdeckt die geheime Fähigkeit und verflucht Shiori und ihre sechs Brüder. Das Mädchen hat plötzlich eine Holzschale auf dem Kopf und darf nicht mehr sprechen. Nur ein Wort aus ihrem Mund und einer der sechs Brüder muss sterben. Die Brüder unterdessen verwandeln sich tagsüber in Kronenkraniche, nachts unter Schmerzen zurück in Menschen. Alle sieben werden außer Landes gebracht und Shiori muss sich als stumme Küchenhilfe Lina allein durchschlagen. Doch sie hat ein Ziel: Ihre Brüder retten und Raikama, die auf den Thron des Vaters schielt, das Handwerk legen. Daran wird eine lausige Holzschale sie nicht retten!

Für mich ist „Die sechs Kraniche“ einer der besten Jugendromane des Jahres. Eine sehr abwechslungsreich erzählte Geschichte, die sehr faszinierend aufgebaut ist. Shiori hält ihre magische Fähigkeit geheim. Weiterlesen

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Heinz Strunk: Ein Sommer in Niendorf

Ein Mann namens Roth nimmt sich eine dreimonatige Auszeit vom Job und mietet sich in einer Ferienwohnung mit Blick aufs Meer in Niendorf an der Ostsee ein. Dort will er in aller Ruhe einen großen Roman über seine Familie schreiben. Jetzt muss er nur noch die 44 Tonbänder mit den Interviews mit seinen Familienangehörigen durchhören – und los geht‘s.

Natürlich kommt alles ganz anders. Erstens hadert unser Möchtegern-Autor mit seinem Stoff, zweitens wird er mehr und mehr abgelenkt – zum Beispiel von einem grob gestrickten Proleten namens Breda und seiner dicklichen Freundin Simone, die Roth immer öfter zum abendlichen Saufen animieren – die aber auch mehr und mehr zu seinem einzigen sozialen Kontakt zur Außenwelt werden.

​Roth sackt immer weiter ab. Er hat mehr oder weniger einen Dauerkater, steigt unglücklich einer Kellnerin nach, lässt sich von einem Seniorenpaar durchfüttern und hat bei einem Ausflug nach Hause im Auto ein unschönes Erlebnis. Weiterlesen

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Sam Lloyd: Sturmopfer

An dem Tag, an dem ein gigantischer Sturm aufzieht und Lucy Lockes Heimat, den englischen Küstenort Skentel, attackiert, ergießt sich auch über ihre gesamte Familie ein Unheil, das sie zunächst nicht begreifen kann. Denn jede schlechte Nachricht weist in eine neue Richtung, die sie einfach nicht glauben will. Es darf einfach nicht sein, was der eine oder andere gerade behauptet. Die schlechten Nachrichten türmen sich auf wie die Wellen im aufgepeitschten Atlantik. Und es dauert fast zu lange, bis Lucy begreift, warum diese vielen Katastrophen ihr Leben zu zerstören drohen.

Wer schon Sam Lloyds Thriller über den Mädchenwald gelesen hat, weiß, dass der Autor starke Heldinnen in eine bösartige Geschichte platziert, die den normalen Alltagshorror weit in den Schatten stellt. Ein wahrgewordener Alptraum zerstört alles, was vorher sicher schien. Im Falle von Lucy sind da nicht nur Zweifel, ob ihr Mann etwas Wichtiges verheimlicht und die Frage, warum er sich und die Kinder in ernsthafte Gefahr gebracht hat. Weiterlesen

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