Arne Dahl: Hass

hassAuf Gier, Zorn und Neid folgt nun der Hass – Arne Dahls großes Finale seiner vierbändigen Reihe um die streng geheime Opcop-Gruppe. Diese wird – zumeist in zweier Paarungen – in die Welt entsandt: Eine neue Droge taucht in Madrid auf, in Shanghai gehen seine Ermittler einer Cyber-Spionage auf ein Biotech-Labor auf den Grund und in Kalabrien nehmen sie es mit niemand geringerem als der ´Ndragheta auf. Denn neben den aktuellen Ermittlungen taucht noch eine Video-Botschaft auf: So stellt sich, zwei Jahre nach deren vermeintlichen Tod, heraus, dass Fabio Tebaldi und Lavinia Potorac gefangen gehalten werden. Die Lage scheint völlig unüberschaubar. Steckt hinter allem ein persönlicher Rachefeldzug auf die Opcop-Gruppe?
Die Lektüre von „Hass“ erfordert vom Leser – man möchte fast sagen wie immer bei Arne Dahl – größte Aufmerksamkeit. Die komplexen Zusammenhänge, die unterschiedlichen Erzählstränge und Perspektivwechsel, die Fülle an Figuren sowie die hochaktuellen – oft politischen – Themen, dies alles macht seine Krimis zu literarischen Höhepunkten ihres Genres. Und so verwirrend die Handlungen zunächst auch scheinen, so wenig sie vermeintlich gemeinsam haben, Arne Dahl schafft es gekonnt, die einzelnen Fäden in einem fulminanten Finale zusammenzufügen.
Bleibt einzig die Frage: Wie geht es nun weiter, Herr Dahl?

Arne Dahl: Hass.
Piper, Februar 2015.
576 Seiten, Taschenbuch, 16,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Nadine Roggow.

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