Anna Reef: The Undead: Der Anfang vom Ende

unAls München von den Zombies überrannt wird, müssen Jenny und ihr Bruder Chris ihre Sachen packen und losziehen. Nachdem die von der Regierung georderten Sammelbusse sich als Pleite erweisen, ziehen sie auf eigene Faust los. Schon an der nächsten Ecke helfen sie einer jungen Frau bei einer Panne und können sich in deren Folge einer Gruppe Menschen anschließen, die sich im Wald vor den Zombies versteckt halten. Doch zu sicher kann man sich in dieser Welt nicht mehr sein. Hinter jeder Ecke könnte einer der Menschenfresser lauern und nirgends ist man wirklich sicher!

Dass Anna Reef ein großer Fan von „The Walking Dead“ ist, lässt sich in kaum einem Kapitel übersehen. Manchmal hält sie sich sogar täuschend echt an das Original, ohne jedoch an die Genialität von Autor Robert Kirkman oder der beliebten Fernsehserie heranzukommen. Setzen sich die Charaktere hier immer wieder damit auseinander, wozu die Beißer sie zwingen, welches Verhalten sie schon bald als normal erachten, fällt das bei Jenny meistens hinten runter. Es kommt einem so vor, als habe sie schon immer in der Münchener Wohnung, die sie mit ihrem Bruder teilt, mit Waffen geübt, Schlagübungen ausgeführt und täglich mindestens drei Menschen umgebracht. Deshalb kann sie nun mit Gelassenheit an die neue Situation gehen und von ihrem „Heim-Training“ profitieren.

Eigentlich ist dem aber nicht so. Jenny wird als Normalo beschrieben, der einfach in die Zombiekatastrophe hineinschlittert. Alles wird überrannt, nirgends ist man mehr sicher. Doch Jenny und Chris geben nicht auf und schließen sich einer Gruppe Überlebender an, die sich neu zu organisieren beginnt. Die Idee ist nicht schrecklich neu, könnte aber prinzipiell gut werden, da die Autorin weder Amerikanerin ist noch das Ganze im allseits präsenten Zombie-Amerika spielt. Mit den dahinziehenden Seiten erweist es sich allerdings, dass diese Umstände allein nicht zwingend erfolgsversprechend sind.

„The Undead: Der Anfang“ mag Fans des Genres gefallen, sollte sie aber letztlich eher langweilen. Wer schon einige Zombie- und Endzeit-Romane gelesen hat, wird hier auf wenig Neues und Innovatives treffen!

Anna Reef: The Undead: Der Anfang vom Ende.
fantastic shades Verlag, Mai 2014.
357 Seiten, eBook, 6,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Janine Gimbel.

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.