Andrea Petkovic: Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht: Erzählungen

Tennisprofi Andrea Petkovic, die zeitweilig unter den Top 10 der Weltrangliste stand, ist unter die Buchautorinnen gegangen. In ihrem Buch „Zwischen Ruhm und Ehre beginnt die Nacht“ hat sie 18 autobiografische Erzählungen zusammengefasst, in denen der Leser nicht nur viel über die heute 33-jährige deutsche Sportlerin mit Wurzeln in Bosnien-Herzegowina erfährt, sondern auch allgemein über das Leben eines Tennisprofis.

Weil ihr Vater in Darmstadt als Tennistrainer arbeitete, wurde der Tochter das Tennisgen früh eingeimpft. Den Großteil ihrer Freizeit als Kind und Jugendliche verbrachte sie auf dem Tennisplatz. Später gehörte verbissenes Training zu ihrer Tagesroutine.

Zweifel und die Einsamkeit in irgendwelchen sterilen Hotels kommen genauso vor wie Freundschaften, Momente des Glücks oder der Angst vor dem Versagen.

„Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht“ mag zwar letztlich nicht die ganz hohe Literatur sein, aber es ist ein sympathisches Buch von jemandem, dessen Erzählungen nicht geschönt, sondern ehrlich wirken. Die Autorin stellt sich darin als junge Frau dar, die sich – wie Millionen ihrer Zeitgenossinnen – verliebt, sich in einer rauschhaften Nacht verliert oder Heimweh nach zu Hause hat. Auch die Zerrissenheit zwischen der Herkunft vom Balkan und dem Aufwachsen in Deutschland ist Thema.

Andrea Petkovic: Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht: Erzählungen.
Kiepenheuer&Witsch, Oktober 2020.
272 Seiten, Gebundene Ausgabe, 20,00 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Andreas Schröter.

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