Andrea Camilleri: Frauen

Andrea Camilleri mag die Frauen und geht auch in seinen Krimis stets gut mit ihnen um. Mit seinem neuen Buch „Frauen“ setzt der italienische Bestseller-Autor 39 Damen von A bis Z ein Denkmal.

Erinnerungen an die erste Liebe Maria, an Angelica, den Kinderschwarm des Zehnjährigen, an die Großmutter und die erste Verlegerin sind einige dieser kurzen Frauen-Porträts. Andere sind Begegnungen mit Menschen auf der Straße, wie Carla, die Camilleri in der Gosse aufgelesen und bei sich beherbergt hat. Obwohl Carla ihn bestohlen hat, ist auch diese Kurzgeschichte ein liebevolles Frauenporträt.

Und auch literarische Figuren wie Shakespeares Desdemona, Frauen der Geschichte wie Nofretete oder Opernheldinnen wie Bizets Carmen proträtiert der 91-Jährige und erzählt, warum sie ihn beeindruckt haben.

„Frauen“ ist Andrea Camilleris intimstes und persönlichstes Buch, und es hat auch in den Schilderungen von ganz kurzen, flüchtigen Begegnungen die große Erzählkraft der Romane und Montalbano-Krimis des Bestsellerautors.

Andrea Camilleri: Frauen.
Kindler, Dezember 2016.
224 Seiten, Gebundene Ausgabe, 19,95 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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