Alfred Bodenheimer: Das Ende vom Lied

endeEinen etwas anderen Krimi hat Alfred Bodenheimer mit dem Roman „Das Ende vom Lied“ geschrieben: Rabbi Klein, schon Held von Bodenheimers erstem Roman „Kain“, kannte Carmen, die Frau, die im Hauptbahnhof Zürich von einem ICE überrollt wird. War es Mord, ein Unfall oder Suizid?
Der Rabbi gerät ins Visier von Kommissarin Bänziger. Und dann ist da noch der Vater der wohlhabenden Julia, der Liebesbriefe an eine Tote geschrieben hat. Zunächst passt wenig zusammen, aber Bodenheimer erzählt unaufgeregt, ohne das sonst übliche Blutrünstige und Düstere, aber trotzdem spannend.
Ebenso wichtig wie die Aufklärung des Falls sind die Schilderungen des jüdischen Alltagslebens in der Gemeinde. Wer sich dafür interessiert, bekommt ein doppelt spannendes Buch, echte Krimifreunde wird es jedoch weniger fesseln.

Alfred Bodenheimer: Das Ende vom Lied.
Nagel & Kimche, März 2015.
208 Seiten, Gebundene Ausgabe, 18,90 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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