Alexander Gorkow: Die Kinder hören Pink Floyd

Einen warmherzigen, humorvollen und atmosphärisch dichten Roman legt der deutsche Journalist Alexander Gorkow (54) vor: „Die Kinder hören Pink Floyd“.

Der gebürtige Düsseldorfer, der für die Süddeutsche Zeitung arbeitet, beschreibt darin auf liebevolle Art seine eigene Kindheit in den 70er Jahren im Rheinland.

Der Vater, der etwas rechthaberisch über die Familie herrscht, hütet die Stereoanlage im Wohnzimmer, während sich die Mutter unterordnet und die 16-jährige Schwester mit Herzfehler den Part der Aufmüpfigen übernimmt. Der zehnjährige Ich-Erzähler hat mit dem eigenen Stottern und mit diversen anderen altersgemäßen Problemen zu kämpfen.

Die ZDF-Hitparade und Rainer Barzel kommen genauso vor wie The Sweet, ein prügelnder Pfarrer oder die berühmte hydraulische Federung beim Citroen DS.

Wer etwa in einem Alter mit Alexander Gorkow ist, dürfte diesen Roman mit einem Lächeln im Gesicht verschlingen, weil er sich an so vieles aus der eigenen Vergangenheit erinnert fühlt.

Ganz nebenbei ist diese Autobiografie auch eine Auseinandersetzung mit der Musik von Pink Floyd, einer Rockband, die in den 70er-Jahren den krassen Gegenpol zu Schnulzensängern wie Heino oder Demis Roussos bildete.

Für ein Interview mit dem ehemaligen Pink-Floyd-Mitglied Roger Waters erhielt Gorkow 2018 einen Preis.

Alexander Gorkow: Die Kinder hören Pink Floyd.
Kiepenheuer&Witsch, Februar 2021.
192 Seiten, Gebundene Ausgabe, 20,00 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Andreas Schröter.

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