Alex Michaelides: Die verschwundenen Studentinnen

Marianna ist noch tief verfangen in der Trauer um ihren Mann. Da erhält sie einen Anruf von ihrer tochtergleichen Nichte Zoe, in deren Wohnheim in Oxford habe es einen Mord gegeben und vielleicht sei es ihre beste Freundin. Marianna ist Traumatherapeutin, also durchaus geeignet, Zoe und gegebenenfalls ihren Freundinnen beizustehen. Sie macht sich auf den Weg nach Oxford, wo sie vor Jahren selbst studierte und auch ihren Mann kennenlernte.

Vor Ort erweist sich die Lage als viel undurchsichtiger als angenommen. Zoe verdächtigt den charismatischen Professor, der angeblich vielen Studentinnen näher als erlaubt gekommen ist. Die Polizei glaubt bereits einen Täter gefunden zu haben und Marianna glaubt sich von griechischen Göttern verfolgt.

Alex Michaelides hat einen spannenden Thriller mit so einigen Wendungen vorgelegt. Die Auflösung ist echt überraschend, wenn sie für mich auch ein wenig dünn angelegt war. Da kommt der Knaller und dann überhaupt keine Rückblenden mehr, das fand ich wirklich schade. Die falsche Spur war mir ein wenig zu deutlich ausgelegt, das führte dann eben auch dazu, dass ich das Ende gar zu unvorhersehbar fand. Ich mag es, wenn ich zurückblättere und feststelle, dass der Autor die Spur durch das ganze Buch gelegt hat und ich nur nicht draufgekommen bin. Das hat mir hier gefehlt. Es gibt jede Menge falsche Spuren und das Ende ist auch nicht unglaubwürdig, nur eben sehr überraschend.

Insgesamt ein schöner Sommerthriller.

Alex Michaelides: Die verschwundenen Studentinnen.
Aus dem Englischen übersetzt von Kristina Lake-Zappp.
Droemer, Juli 2021.
352 Seiten, Taschenbuch, 14,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Regina Lindemann.

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.