Adam Silvera: Was mir von dir bleibt

Für den 18-jährigen Griffin ist eine Welt zusammengebrochen. Sein Exfreund und langjähriger bester Kumpel Theo ist tot. Und Griffin muss zu seiner Beerdigung gehen und dort niemand geringeren sehen als dessen letzten Freund Jackson. Und den toten Theo im offenen Sarg. Anlässlich der Beerdiung erinnert sich Griffin daran, wie alles zwischen ihm und Theo anfing, wie sie schon als Kinder Freunde wurden und über die Jahre aus Freundschaft Liebe wurde. Er erinnert sich aber auch an die schlechten Dinge in der Beziehung und die Trennung, zu der es schließlich kam. Jede Erinnerung ist schmerzhaft, aber jede Erinnerung ist auch ein Stück von Theo, das ihm bleibt. Für immer.

Die Liebe zwischen Griffin und Theo wird ausschließlich aus Griffins Sicht beschrieben. Die Erzählung beginnt am Tag von Theos Beerdigung. Griffin rekapituliert, wie es mit den beiden angefangen hat und erzählt parallel von den Ereignissen der Gegenwart. Dadurch entsteht ein tolles Rundumbild der Situation. Manchmal war es mir fast ein bisschen zu kitschig. Die Liebesgeschichte wirkte stellenweise fast schon zu dick aufgetragen. Griffin und Theo wirken wie Seelenverwandte und doch haben sie sich getrennt und das mag man manchmal nicht recht nachvollziehen. Dennoch ist „Was mir von dir bleibt“ ein guter Roman, denn er kann durchaus mehr als nur eine kitschige Liebesgeschichte zwischen zwei jugendlichen Jungs zu sein.

Besonders die Hauptfigur Griffin ist glaubhaft dargestellt. Im Verlauf des Romans macht er in der Geschichte der Gegenwart eine nachvollziehbare Entwicklung durch. Man spürt die Veränderungen, die in ihm stattfinden. Sein Umdenken, Nachdenken und Handeln. Und das macht „Was mir von dir bleibt“ in meinen Augen zum besten bisherigen Roman des Autors, auch wenn er manchmal etwas dick aufgetragen hat.

Eine lesenswerte, manchmal aber auch etwas dick aufgetragene Geschichte.

Adam Silvera: Was mir von dir bleibt.
Arctis, März 2019.
368 Seiten, Gebundene Ausgabe, 18,00 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Janine Gimbel.

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