Abby Cooper: Wunderworte

Die 12-jährige Elyse leidet unter einem seltenen Gendefekt. Hört sie Worte über sich, erscheinen diese auf der Haut an ihren Armen und Beinen. Sagt jemand beispielsweise „nettes Mädchen“ zu ihr, kann man den Begriff nur wenige Sekunden später auf ihrem Körper lesen. Natürlich sagen andere 12-Jährige nicht so nette Sachen zu einer Mitschülerin, die so eine verrückte Krankheit hat. Und so muss Elyse sich ständig kratzen, denn die fiesen Begriffen jucken auf ihrer Haut. Als sie eines Tages den Mut verliert, erscheint ein Wort auf ihrer Haut, welches sie nur in ihrem Kopf über sich selbst gedacht hat. Was passiert nun mit ihr? Dabei hatte sie doch so viel darauf gesetzt, die diesjährige Klassenfahrt ihrer Jahrgangsstufe zu planen.

„Wunderworte“ ist ein toller Roman über Selbstvertrauen, Mobbing und Freundschaft. Der Gendefekt, unter dem Elyse leidet, existiert natürlich nicht in unserer Welt. Selbst in Elyse Umgebung hat nur eine weitere Person diese Krankheit. Wer diese Person ist, findet Elyse erst am Ende der Geschichte heraus. Zwischendurch muss sie an ihren Aufgaben reifen und mit ihrer Einschränkung umzugehen lernen. Sich selbst positiv wahrzunehmen und Selbstvertrauen zu haben, ist dabei ein wichtiger Schritt, den das Mädchen in der sechsten Klasse lernen muss. „Wunderworte“ ist sehr schön geschrieben und eignet sich schon für Kids ab 11 Jahren. Wäre der Roman kürzer ausgefallen, wäre er sogar eine perfekte Schullektüre für die Altersklasse. So eignet er sich fürs eigene Lesen daheim und ist eine wahre Bereicherung.

Ein wichtiger, sehr schöner Roman. Gerne mehr davon!

Abby Cooper: Wunderworte.
Dressler, März 2017.
304 Seiten, Gebundene Ausgabe, 16,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Janine Gimbel.

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