A. Lee Martinez: Constance Verity – Galaktisch-geniale Superheldin

Sie kennen sie bestimmt auch, die Superhelden Marke Batman und Co? Immer gut gelaunt, einen Scherz auf den Lippen retten sie die Menschheit vor dem Bösen.

Constance Verity ist, seit dem Zeitpunkt, als eine Fee sie als Neugeborene mit ihrem Segen geadelt hat, eine solche Superheldin. Sie hat in den unterschiedlichsten Zeiten, Dimensionen und Galaxien gekämpft und dem Bösen gezeigt, was eine Harke ist. Jetzt aber ist endgültig Schluss mit lustig – Constance will endlich ein normales Leben. Schließlich sollte man mit 28 auch einmal an etwas anderes denken, als ob der letzte Liebhaber vielleicht ein Alien war, der einen – na, ich denke, sie wissen schon, auf was ich hinaus will?

Der Plan ist schnell gefasst, und Constances beste – und einzige – Freundin Tia ist mit von der Partie, als sie sich aufmacht im Reich der Fae nach ihrer guten Fee zu suchen und diese umzubringen. Die einfachsten Pläne sind doch immer die Besten, sagt man zumindest, doch das Leben, das Schicksal und eine Unzahl von fiesen Gegnern beweisen Verity, dass auch einfache Pläne gewaltig in die Hose gehen können – zumal die Universen nicht so einfach auf ihre Hilfe verzichten wollen …

A. Lee Martinez besetzt eine Nische im phantastischen Buchbereich, die es wahrlich nicht einfach hat – nämlich die der humorvollen Romane. So mancher Autor hat sich daran versucht, seinen Plot mit mehr oder minder brachialem Humor aufzupeppen, zumeist ohne großen Erfolg.

Martinez aber kann inzwischen auf eine ganze Reihe von ebenso erfolgreichen, wie lustigen Bücher zurückblicken, und, das darf ich vorab verraten, auch vorliegendes Werk hält diverse Szenen für den Leser bereit, die das Zwerchfell trainieren.

Allerdings, und dies ist ein großes Aber, haben es Geschichten um Superhelden beim teutonische Publikum schwer. Selbst mit einem Namen wie George R.R. Martin auf dem Cover tun sich entsprechende Bücher (Wild Cards) im Buchhandel schwer, fehlt dem deutschsprachigem Leser doch der seit Kindesbeinen über die Sonntägliche Comic-Zeitungsbeilage in den USA so übliche Heranführung ans Sujet.

Nun, Martinez fährt auf, was gut und teuer ist. Elfen, das Land der Feen, Aliens, Area 51 – unsere unwillige Superheldin und ihre Freundin kommen rum, wie man so schön sagt. Das liest sich dann recht munter und unterhaltsam, wenn auch ohne jeglichen Tiefgang. Bubblegum-Lesestoff für den Strand, eine Zugfahrt oder verregnete Sommertage und dafür wird man recht munter, tempo- und pointenreich und witzig unterhalten.

A. Lee Martinez: Constance Verity – Galaktisch-geniale Superheldin.
Piper, Juni 2017.
416 Seiten, Taschenbuch, 9,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Carsten Kuhr.

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